Im Zuge der Klimadebatte wird der Fleischkonsum mehr und mehr von den Klimaaktivisten hinterfragt. Dennoch bleibe Fleisch in der Schweiz ein wichtiger Bestandteil auf dem Speiseplan, schreibt das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) im «Marktbericht Fleisch» vom September.
Das BLW analysierte die Fleischeinkäufe der Schweizer Haushalte in den vergangenen zwölf Monaten (September 2018 bis August 2019). Ein durchschnittlicher Haushalt gab in dieser Zeit mehr als 1000 Franken für Fleischprodukte im Detailhandel aus. Gemäss dem BLW hat insbesondere die Höhe des Haushaltseinkommens einen Einfluss auf den Fleischkonsum. Je tiefer das Einkommensniveau eines Haushaltes ist, desto geringer ist der Fleischeinkauf.
Laut dem BLW werden auch Unterschiede zwischen den Regionen beobachtet. Die mengenmässigen Einkäufe in den Haushalten der West- und der Deutschschweiz sind ähnlich hoch. Die Ausgaben in der Westschweiz (durchschnittlich 1080 Fr.) sind jedoch um rund 2,4 Prozent höher als in der Deutschschweiz (durchschnittlich 1055 Fr.). Es zeigte sich, dass die Westschweiz mehr Gewicht auf hochwertiges Fleisch legt. So wird in der Westschweiz mehr Frischfleisch und in der Deutschschweiz mehr Charcuterie eingekauft.