Der neuseeländische Milchgigant Fonterra hat in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2016/17 bei Umsatz und Gewinn zulegen können. Für das zweite Halbjahr rechnet das Unternehmen mit mehr Milch als prognostiziert.
Wie das Unternehmen am vergangenen Mittwoch mitteilte, nahm der Erlös im Zeitraum 1. August 2016 bis 31. Januar 2017 gegenüber der Vorjahresperiode um 4,6% auf 9,24 Mrd. NZD (6,41 Mrd. Fr.) zu. Das Umsatzplus resultierte allein aus höheren Verkaufspreisen, da die Absatzmenge um 3,3% auf 2,25 Mio. t rückläufig war.
Nicht ganz so stark wie mit dem Umsatz ging es mit dem Gewinn nach Steuern nach oben. Dieser übertraf mit 418 Mio. NZD (290 Mio. Fr.) das Vorjahresniveau um 2,2 %. Positiv herausgestellt wurde zudem, dass die Nettoschulden des Unternehmens um 11,5% auf 6,11 Mrd NZD (4,24 Mrd. Fr.) reduziert werden konnten.
Den prognostizierten Milchpreis für die Saison 2016/17 bestätigte Fonterra mit 6,00 NZD (4.16 Fr.) pro Kilogramm Milchfeststoff. Die Vorhersage zur Dividende für die Genossenschaftsmitglieder wurde jedoch um 5 Cent (3,4 Rp.) gesenkt und liegt jetzt bei 45 Cent (31.1 Rp.) bis 55 Cent (38,1 Rp.) je Feststoffeinheit. Die neuseeländischen Farmer würden damit im Vergleich zur Saison 2015/16 aber noch gut 50 % mehr Geld für ihre Milch erhalten.
Fonterra-Vorstand John Wilson sprach von einem „starken ersten Halbjahr“. Die Bilanzzahlen belegten, dass die Genossenschaft auf den Märkten und für die Zukunft gut aufgestellt sei. Gleichwohl könne das zweite Geschäftshalbjahr Herausforderungen bringen, da die Preise am Weltmarkt weiterhin volatil seien und auch mit mehr Milch gerechnet werden müsse. Anfang der Saison war Fonterra aufgrund ungünstiger Witterungsverhältnisse noch von einem Rückgang des Milchaufkommens in Neuseeland von 7% ausgegangen. Nun rechnet Wilson nur noch mit einem Minus von 3%.