Frühkartoffeln: Richtpreise sind festgelegt

Die Frühkartoffelkampagne 2026 startet unter guten Vorzeichen. Die Pflanzung verlief reibungslos. Aufgrund hoher Lagerbestände wurden die Anbauflächen um knapp 10% reduziert. Das im letzten Jahr eingeführte Richtpreis-Modell wird weitergeführt.

pd/ome |

Die Frühkartoffeln konnten in diesem Frühjahr unter guten Bedingungen gepflanzt werden. In frühen Lagen erfolgte die Pflanzung ab Anfang Februar. Wie die Branchenorganisation Swisspatat mitteilt, wurde der grösste Teil der Frühkartoffeln in den Kalenderwochen 9 bis 11 (23. Februar bis 15. März) in den Boden gebracht.

Schalenfeste Kartoffeln ab Anfang Juni

Aufgrund der grossen Ernte 2025 und der damit verbundenen, immer noch hohen Lagerbestände, wurden die Flächen für Frühkartoffeln in diesem Jahr reduziert. Frühkartoffeln wurden auf 545 Hektar gepflanzt, was einer Reduktion von knapp 10% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Aktuell werden im Tessin die ersten nicht schalenfesten Frühkartoffeln geerntet. Bei dieser Ware handelt es sich um kleine Mengen, die als Spezialität geführt werden. Für den Schweizer Markt von grösserer Bedeutung sind die vorwiegend schalenfesten Kartoffeln aus einheimischer Produktion,  diese werden Anfang Juni auf den Markt kommen. Ab diesem Zeitpunkt ist auch mit grösseren Erntemengen zu rechnen.

Krautvernichtung mit Abnehmer absprechen

Aufgrund der nach wie vor hohen Lagerbestände aus der Ernte des vergangenen Jahres werde das Kaliber für die Frühkartoffeln in den ersten sieben Kampagnenwochen auf 30-50 mm begrenzt, schreibt Swisspatat. Um dieses Kaliber mit vorwiegend schalenfesten Frühkartoffeln zu erreichen, sei auch in diesem Jahr eine frühe Krautvernichtung entscheidend.

«Die Produzentinnen und Produzenten sind beim Erreichen der geforderten Kaliber angehalten, in Absprache mit ihrem Abnehmer, die Krautvernichtung zügig vorzunehmen, um so von den höheren Startpreisen zu profitieren.»

Auch während der diesjährigen Frühkartoffelsaison dient das Meldewesen der Schweizerischen Zentralstelle für Gemüsebau (SZG) als wichtiges Hilfsmittel für die Erhebung des Angebots. Deshalb bittet Swisspatat alle Frühkartoffel-Produzenten, die krautvernichteten Flächen ab Ende Mai termingerecht mit dem personalisierten Link zu melden.

Richtpreis-Modell hat sich bewährt

Das in der letzten Saison eingeführte Richtpreis-Modell für Frühkartoffeln wird in diesem Jahr fortgeführt. Dabei werden die Richtpreise für Frühkartoffeln bereits zu Saisonbeginn für die gesamte Kampagne festgelegt (siehe Grafik unten). Ausgehend vom Startpreis werden die Richtpreise alle zwei Wochen linear reduziert. Durch dieses Modell werde die Planbarkeit für alle Akteure verbessert, schreibt Swisspatat. Zudem bringe es Ruhe in den Markt.

Von diesem Modell ausgenommen sind die Bio-Frühkartoffeln, deren Richtpreise weiterhin im Zweiwochenrhythmus per Telefonkonferenz festgelegt werden. 

-> Hier gehts zu den Infos über die Frühkartoffeln von Swisspatat 

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