Gute Zwetschgenernte erwartet

Die ersten Schweizer Zwetschgen sind erhältlich. Die Erntemenge dürfte deutlich über dem Vorjahr liegen. Aber die Dürre könnte noch einen Einfluss haben.

Der Schweizer Obstverband (SOV) erwartet heuer rund 3600 Tonnen Zwetschgen, das sind fast 40 Prozent mehr als im Vorjahr. 2025 wurden 2600 Tonnen geerntet. Doch die Hitzewelle und die Trockenheit könnten sich gemäss Verband noch negativ auf die Erntemenge auswirken. Die Qualität der Zwetschgen ist sehr gut.

Bis Ende Oktober

Seit vergangener Woche gibt es die ersten Früchte aus heimischer Produktion zu kaufen. Die Mengen werden von Woche zu Woche steigen. Die Haupterntezeit dauert dieses Jahr von Ende Juli bis Anfang September. Dank Sorten mit unterschiedlichen Reifezeitpunkten sind Schweizer Zwetschgen bis Ende Oktober erhältlich.

Angebaut werden die Zwetschgen in den grossen Steinobstregionen Ostschweiz, Wallis, Waadt und Baselbiet. Die Anbaufläche liegt bei 320 Hektaren. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie gemäss SOV um ein Prozent gesunken.

Gesunde Inhaltsstoffe

Zwetschgen gelten als gesund. Sie enthalten den Pflanzenfarbstoff Anthocyan. Dieser verleiht den Früchten nicht nur ihre Farbe, sondern hat auch eine gesundheitsfördernde Wirkung. Er wirkt antioxidativ und bindet freie Radikale. Zudem enthält die Zwetschge verschiedene Vitamine, Ballaststoffe und Mineralstoffe wie Magnesium und Kalzium. Pro 100 Gramm enthält die Frucht nur etwa 45 Kalorien und liefert verschiedene Zuckerarten.

Dank ihres süss-sauren Geschmacks passt sie zu allerlei Lebensmitteln. Mit der Frucht lassen sich zum Beispiel schnell ein schmackhafter Kuchen oder ein Dessert zaubern. Für Kompott oder Konfitüre eignet sie sich ebenfalls.

Sechs Fakten zu Zwetschgen

1. Fellenberg ist die Nummer eins

In der Schweiz ist die Fellenberg-Zwetschge die wichtigste Sorte. Es ist fast die einzige Zwetschgensorte, die teilweise unter dem Sortennamen verkauft wird. Andere beliebte Zwetschgensorten wie Cacaks Schöne oder Dabrovice werden schlicht als Zwetschgen verkauft.

2. Selbstversorgungsgrad beträgt über 75 Prozent

Auf 320 Hektaren werden Zwetschgen angebaut. Mehr als 75 Prozent aller in der Schweiz gegessenen Zwetschgen stammen aus der Schweiz.

3. Unterschied zwischen Zwetschgen und Pflaumen

Die Zwetschge ist eine Unterart der Pflaume. Zwetschgen sind länglich, Pflaumen eher gleichmässig rund. Das Fruchtfleisch der Zwetschgen ist in der Regel fester als das von Pflaumen, und der Kern ist länglich. Geschmacklich bestehen ebenfalls Unterschiede: Während Zwetschgen einen süss-säuerlichen Geschmack haben, ist das Fruchtfleisch der Pflaumen süsser.

4. Weisse Schutzschicht

Zwetschgen wie auch Pflaumen sind zumeist von einer dünnen weissen Schutzschicht aus natürlichem Fruchtwachs überzogen. Diese schützt die Früchte vor dem Austrocknen.

5. Woher kommt die Zwetschge?

Ihre ursprüngliche Herkunft kann nicht genau bestimmt werden. Vermutlich stammt sie aus dem heutigen Syrien und verbreitete sich von dort über römische Handelswege bis in die Schweiz und nach Europa.

6. Die Zwetschge als natürlicher Energielieferant

Die Zwetschge gilt als hervorragende Energiespenderin. Sie enthält rund 40 bis 50 Kalorien pro 100 Gramm. Zudem enthält sie zahlreiche Vitamine.

×

Schreibe einen Kommentar

Kommentar ist erforderlich!

Google Captcha ist erforderlich!

You have reached the limit for comments!

Das Wetter heute in

Lesershop

Hier gehts zum Lesershop

Umfrage

Habt Ihr genügend Futter für den Winter?

25.2 % Genügend Futter vorhanden
20.7 % Es wird knapp
34.7 % Ich muss zusätzlich Futter zukaufen
19.4 % Das lässt sich noch nicht abschätzen

Teilnehmer insgesamt 783

Zur aktuellen Umfrage

Bekanntschaften

Suchen Sie Kollegen und Kolleginnen für Freizeit und Hobbies? Oder eine Lebenspartnerin oder einen Lebenspartner?