«Haben zu wenig investiert»

Der Detailhändler Coop hat Ende April die Einstellung des Online-Warenhauses Siroop bekannt gegeben. Coop-Chef Joos Sutter begründete diesen Entscheid an einer Veranstaltung einerseits mit dem absehbaren künftigen finanziellen Aufwand, andererseits mit der gewählten, zu risikoreichen Strategie.

Der Detailhändler Coop hat Ende April die Einstellung des Online-Warenhauses Siroop bekannt gegeben. Coop-Chef Joos Sutter begründete diesen Entscheid an einer Veranstaltung einerseits mit dem absehbaren künftigen finanziellen Aufwand, andererseits mit der gewählten, zu risikoreichen Strategie.

Coop habe aus dem Aus von Siroop zwei Lehren gezogen, sagte Sutter an der Handelstagung des Marktforschungsinstituts GfK am Dienstag in Zürich. Erstens sei klar geworden, dass um aus Siroop ein funktionierendes Geschäft zu machen, Coop und Swisscom viel mehr investieren hätten müssen.

Die zweite Erkenntnis sei, dass ein Online-Warenhaus nur Schritt für Schritt aufzubauen sei. Wie Amazon es vormache, sei es erfolgsversprechender, zuerst mit einer Produktkategorie zu starten und danach das Angebot auszuweiten.

62 Millionen Franken Umsatz

Mit der Konzentration auf den Elektronik-Internetshop Microspot gehe Coop jetzt diesen Weg. Dass Siroop im Vergleich zu anderen Online-Shops zu wenig stark gewachsen sei, verneinte Sutter dagegen. «Die Wachstumsraten waren gut», sagte er.

In zweieinhalb Jahren habe Siroop einen Umsatz von 62 Millionen Franken erreicht. Zum laufenden Geschäftsjahr sagte Sutter, dass es für Coop bis jetzt in der Schweiz umsatzmässig ein gutes, im Ausland ein gutes bis sehr gutes Jahr sei. 

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