Heineken will bis zu 6000 Stellen streichen

Der niederländische Bierkonzern Heineken hat am Mittwoch angekündigt, dass er zwischen 5000 und 6000 Stellen streichen will, um die «schwierigen Marktbedingungen» zu bewältigen. Der Abbau soll in den nächsten zwei Jahren erfolgen.

awp |

In einer Mitteilung erklärte der Konzern, dass er «die Produktivität in grossem Umfang erhöhen» wolle, was Stellenstreichungen mit sich bringe. Zur Einordnung, der Konzern mit Hauptsitz in Amsterdam beschäftigt weltweit rund 87'000 Mitarbeitende. In der Schweiz ist Heineken mit zwei Brauereien in Luzern (Eichhof) und Chur (Calanda) präsent.

«Wir sind vorsichtig, was die kurzfristigen Prognosen für die Biermärkte betrifft», so Heineken-Chef Dolf van den Brink. Er hatte im Januar für Aufsehen gesorgt, als er ankündigte, nach fast sechs Jahren an der Spitze des Unternehmens zurückzutreten.

Der zweitgrösste Bierkonzern der Welt nach AB InBev verzeichnete 2025 einen Rückgang der Bierabsatzmenge um 2,4 Prozent. Die Verkäufe sanken vor allem in Europa und Amerika. Für 2026 rechnet Heineken nur noch mit einer Betriebsgewinnsteigerung zwischen 2 und 6 Prozent, zuvor hatte das Unternehmen 4 bis 8 Prozent erwartet.

Ob es auch zu einem Stellenabbau in der Schweiz kommen wird, ist unklar. Derzeit könne Heineken noch «keine Aussagen zu möglichen lokalen Auswirkungen machen», sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichenagentur AWP.

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