Heuimporte nehmen stetig zu

Trotz des sinkenden Kuhbestands wird immer mehr Heu importiert. Dieses Jahr sind die Raufuttervorräte besonders knapp.

Trotz des sinkenden Kuhbestands wird immer mehr Heu importiert. Dieses Jahr sind die Raufuttervorräte besonders knapp.

Die Kurve der Heuimporte, kumuliert über zwölf Monate, zeigt seit zehn Jahren stetig leicht nach oben. Dies, obwohl der Bestand der Raufutterverzehrer sinkt. Daniel Erdin von Agristat des Schweizer Bauernverbands (SBV) sieht mögliche Gründe für diese Entwicklung in der steigenden Milchleistung und dem durchschnittlich höheren Schlachtgewicht von Kühen und Schafen.

In der aktuellen Ausgabe von «Agristat» berechnet er von 2000 bis 2014 eine Zunahme des Energiebedarfs der Milchkühe um 15 Prozent. «Offensichtlich kann dabei der Raufutterbedarf immer weniger mit der inländischen Produktion gedeckt werden», so Erdin. Es sei allerdings zu bemerken, dass die Heuimporte von rund 140'000 Tonnen im Jahr 2013 nur gerade 1,7 Prozent der Trockensubstanz des gesamten verfügbaren Futters in der Schweiz in diesem Jahr ausmachten.

Obwohl die Heuimporte im Oktober 2015 gemäss der Aussenhandelsstatistik erst schwach zugenommen haben, ist nach dem trockenen Sommer zu erwarten, dass in diesem Winter überdurchschnittlich viel Heu importiert werden wird. Ende Herbst 2015 meldete gemäss den Erhebungen von Agristat ein grösserer Anteil der Berichterstatter, dass zu wenig Raufutter geerntet wurde. Entsprechend ist auch nur wenig Raufutter verkäuflich. Auch Zwischenfutter und Maissilage wurden weniger geerntet als in anderen Jahren. Einzig in den Bergregionen präsentieren sich die Futtervorräte gut.

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