Höherer Inlandanteil – Mischfutterpreise steigen

2025 wurde überdurchschnittlich viel Bio-Futtergetreide geerntet. Das wirkt sich auf die Mischfutterpreise aus. Diese werden steigen. Bio Suisse empfiehlt den Produzenten, auf Körnerleguminosen wie Soja umzusteigen.

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Gemäss der abgeschlossenen Ernteerhebung sind die Erträge beim Bio-Futtergetreide gegenüber dem Vorjahr um 52 Prozent gestiegen. Besonders ins Gewicht fielen die Erträge beim Körnermais, die im Vergleich zu 2024 um 52 Prozent höher ausfielen.

Mit 21’400 Tonnen wurde ein Rekordwert erzielt. Der Jahresbedarf der Mischfutterbranche wurde um 10 Prozent übertroffen. «Der Inlandanteil für Nichtwiederkäuer nähert sich der Vollversorgung», schreibt Bio Suisse in einer Mitteilung.

Inlandanteil von 86 Prozent

Der höhere Inlandanteil verteuert das Futter. Um den Preisanstieg zu dämpfen, hat sich die Branche geeinigt, die nicht verwendete Übermenge an Körnermais auf die nächste Saison zu übertragen. Der Inlandanteil beim Körnermais wurde auf 86 Prozent festgelegt. Lizenzierte Mischfutterhersteller seien verpflichtet, diesen Anteil einzuhalten, hält Bio Suisse fest.

Aufgrund der höheren Rohstoffpreise erhöhen die Hersteller die Mischfutterpreise. «Die Lagerung und das Lagermanagement der Übermengen stellen zudem eine Herausforderung für die gesamte Branche dar», so Bio Suisse weiter.

Einschränkungen und Rückbehalt

Um eine Überversorgung in diesem Jahr zu verhindern, spricht die Dachorganisation der Schweizer Biolandwirtinnen und Biolandwirte Empfehlungen aus. Körnermais soll zurückhaltend angebaut werden. Die Branche prüft zwei Optionen. Eine Massnahme könnte Vermarktungseinschränkungen für Umstell-Mais sein. Zudem könnte ein Rückbehalt für Knospe-Körnermais von bis zu 12 Franken erhoben werden. «Ein solcher Rückbehalt dient gegebenenfalls zur Finanzierung», schreibt Bio Suisse.

Die endgültigen Massnahmen werden vor der Aussaat oder spätestens bei der Richtpreiserunde im Mai kommuniziert. Bio Suisse empfiehlt deshalb, wenn möglich auf Körnerleguminosen wie Soja umzusteigen. «Diese sind als Futtermittel besonders gefragt», heisst es in der Mitteilung.

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