
Das erste Hofnetzwerk von Robin Roots entsteht in der Region Bern, gemeinsam mit dem Biohof Zaugg in Iffwil BE.
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Der Vertrieb lokaler Lebensmittel ist kein einfacher. Das zeigten in den vergangenen Monaten mehrere prominente Beispiele: Der Berner Bio-Grossist Horai stellte im Januar den Betrieb ein, der Online-Händler Farmy geriet im Mai in Schwierigkeiten und vergangene Woche folgte die Berner Hofladen-Kette Rüedu. Die Rüedu AG musste den Betrieb per sofort einstellen.
Erstes Hofnetzwerk in Bern
Vor diesem Hintergrund wagt es ein neuer Ansatz: «Robin des Fermes» heisst das Modell und funktioniert laut den Initianten in der Westschweiz bereits seit 2020 – heute mit zehn Hofnetzwerken und über 1'300 Lieferungen pro Woche.
Nun geht es mit der neuen Marke Robin Roots auch in der Deutschschweiz los. Das erste Hofnetzwerk entsteht in der Region Bern, gemeinsam mit dem Biohof Zaugg in Iffwil BE.
Über den Biohof Zaugg
Der Biohof Zaugg in Iffwil bei Bern ist ein landwirtschaftlicher Familienbetrieb, der nach den Grundsätzen des Biolandbaus und der Biodynamik (Demeter) über 90 Sorten Obst und Gemüse anbaut. Der Hauptstandort in Iffwil BE umfasst rund 8,9 Hektaren und beherbergt den Gemüsebau, die Hofkäserei sowie die Verarbeitung. In Diemerswil BE befindet sich auf rund 20 Hektaren der Standort für das Milchvieh. Ergänzt wird der Betrieb durch die ÖLN -Gemeinschaft Ballmoos mit weiteren rund 18 Hektaren . Der Hof beschäftigt umgerechnet 18 Vollzeitstellen. Robin Roots

Philipp Zaugg und Martina Schlup vom Biohof Zaugg in Iffwil BE.
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Oliver Gaede, der für die Entwicklung von Robin Roots in der Deutschschweiz zuständig ist, ist überzeugt: «Die Nachfrage nach lokalen Produkten ist da, aber die Kanäle dorthin werden dünner. Für die betroffenen Mitarbeitenden, Produzenten und Kundinnen und Kunden ist das bitter.»
Start voraussichtlich Anfang September
Mit dem Modell setzte man darum bewusst woanders an: kein Zentrallager, keine eigene Fahrzeugflotte, keine Filialen. Der Hof stelle die Bestellungen zusammen, ausgeliefert werde über die bestehende Infrastruktur der Post, die direkt nach Hause geliefert würden. Dabei gehe es insbesondere um Abonnements mit Früchten und Gemüse.
Die Produzent legen Sortiment und Preise selbst fest und behalten die Hoheit über ihr Angebot. Bezahlt wird jeweils die einzelne Lieferung, kurz bevor sie ausgeliefert wird – ohne Vorauskasse, erklärt Gaede in der Mittelung anlässlich der Lancierung von Robin Roots. «Sobald 100 Anmeldungen zusammengekommen sind, startet voraussichtlich Anfang September die erste Lieferung in der Region Bern. Ab Mitte August folgt die breitere Kommunikation», so Gaede weiter.
-> Hier geht es zur Website von Robin Roots , um direkt bei Produzenten und Produzentinnen in der Nähe einzukaufen
Infos für Produzenten
Robin Roots bietet Produzenten eine Plattform ihre regionalen Produkte direkt an Kundinnen und Kunden in ihrer Region zu vermarkten. Das Netzwerk wurde nach eigenen Angaben gemeinsam mit Produzent entwickelt und verzichtet auf unnötigen Zwischenhandel. Robin Roots übernimmt die Bestellplattform, die Logistik sowie die Zahlungsabwicklung, während sich die Betriebe auf Produktion und Qualität konzentrieren können.
Das Angebot im Überblick:
- Präsentation des Betriebs mit eigener Marke oder eigenem Namen auf der Robin-Roots-Website.
- Verkauf der Produkte über einen oder mehrere Onlineshops der Hofnetzwerke.
- Aufnahme der Produkte in die wöchentlichen Obst- und Gemüse-Abos.
- Unterstützung bei der Sortimentsgestaltung – abgestimmt auf die eigene Produktion und die lokale Nachfrage.