Hohe Pestizidbelastung bei Importgemüse

Das Gesundheitsamt des Kantons Solothurn hat die Resultate der Lebensmittelkontrollen aus dem Jahr 2025 veröffentlicht. Beim importierten Gemüse aus Asien wurde bei zahlreichen Proben eine hohe Pestizidbelastung nachgewiesen.

pd/blu |

Das Gesundheitsamt hat im Jahr 2025 insgesamt 1’595 Kontrollen durchgeführt und rund 3’850 Proben untersucht. Die Kontrollergebnisse zeigen zwar, dass die Mehrheit der Betriebe ihre Verantwortung gegenüber den Konsumentinnen und Konsumenten erfüllt. «Die Ergebnisse zeigen, dass eine wirksame Überwachung notwendig bleibt», schreibt die Behörde.

Jede dritte Probe mit zu hohen Rückständen

So auch bei importierten Lebensmitteln. 2025 wurden bei zehn Verkaufsstellen insgesamt 38 Proben erhoben und analysiert. Dies auch deshalb, weil im Kanton Solothurn mehrere Importeure ansässig sind, die sich auf den Import von frischem Gemüse aus dem asiatischen Raum spezialisiert haben.

Die Resultate zeigen wie in den Vorjahren ein ernüchterndes Bild. Bei 32 Prozent der untersuchten Proben lagen die Pestizidrückstände über den gesetzlich zulässigen Höchstgehalten. Fast jede dritte Probe war nicht konform. «Die Ergebnisse bestätigen, dass bei bestimmten importierten Gemüsearten weiterhin ein erhöhtes Risiko für Beanstandungen besteht», schreibt das Gesundheitsamt.

Mehrfachbelastungen

Besonders erhöhte Werte wurden bei Basilikum, Bohnen, grünen Chilis, Kardamom, Nachtschatten (Nightshade), Okra, Stinkdistel und Wasserspinat nachgewiesen. In sämtlichen Proben dieser Gemüsearten wurden mehrere Pestizide gleichzeitig gefunden. Die gesetzlichen Höchstgehalte wurden jeweils überschritten. Solche Mehrfachbelastungen seien aus Sicht des Konsumentenschutzes besonders problematisch und wiesen auf Mängel entlang der Produktions-, Import- oder Vertriebskette hin, heisst es im Bericht.

Wiederholt negativ fielen Basilikum und Stinkdistel auf. Der zulässige Höchstgehalt wurde bei Basilikum dreimal und bei Stinkdistel zweimal überschritten. «Die wiederkehrenden Beanstandungen bei denselben Produkten deuten auf strukturelle Probleme innerhalb einzelner Lieferketten hin», hält das Gesundheitsamt fest.

Weiter wurden bei einer Probe Bohnen Gehalte von Nikotin und Triazophos weit über den zulässigen Höchstgehalten nachgewiesen. Eine akute Gesundheitsgefährdung konnte nicht ausgeschlossen werden. «Zum Schutz der Konsumenten wurden unverzüglich die erforderlichen Massnahmen eingeleitet und gegen den verantwortlichen Importeur Strafanzeige erstattet», heisst es im Bericht.

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