Die Kerngruppe Qualitätsstrategie hat im Rahmen ihrer Eiweissstrategie die Agridea beauftragt, die Risiken von importierten Soja-Alternativen abzuklären. Fazit: Viele Soja-Alternativen liessen sich ohne Vorbehalte importieren und verfüttern, wie die Agridea am Dienstag mitteilte.
Die Resultate der Studie stünden nun der Futtermittelbranche für ihre künftige nachhaltige Eiweissbeschaffung zur Verfügung. Die Agridea hat für die Eiweissfuttermittel Parameter wie Biodiversität, Energie, GVO-Freiheit oder Arbeitsbedingungen beurteilt. Die GVO-freie Beschaffung der Eiweissfuttermittel Rapsschrot, Sonnenblumenschrot, Kartoffelprotein, Palmkern- und Kokosschrot oder Maiskleber aus Europa ist demnach problemlos möglich.
Der Einsatz von Kartoffelprotein, Raps- und Sonnenblumenschrot kann darüber hinaus empfohlen werden. Bei Rapsschrot gelte es, die Diskussionen um die Agrotreibstoffe und die Gefährdung der Bienen während der Blütezeit im Auge zu behalten. Bei Maiskleber könnte der Energiebedarf für die Trocknung zu Kritik führen. Hinzu kommt, dass der GVO-Status von Maiskleber nicht immer zuverlässig bestimmt werden kann.
Gemäss der Studie ist eine Arbeitsteilung «Produktion von Raufutter und Energiekomponenten in der Schweiz, Import der Proteinkomponente aus dem Ausland» sinnvoll. Importe seien ohne nennenswertes Risiko möglich.