
IP-Suisse will neu Futterweizen vermarkten.
zvg
In einem Produzentenmail zur Aussaat 2026/Ernte 2027 informiert die IP-Suisse ihre Getreidebetriebe wie folgt: «Wie bereits im Juni angekündigt, ist die Situation auf dem gesamten Brotgetreidemarkt weiterhin angespannt.»
Für stabile Preise
Trotz der Trockenheit sei die Ernte 2026 in grossen Teilen der Schweiz sehr gut ausgefallen. Dies sei erfreulich, führe aber auch dazu, dass die Lagerbestände weiter ansteigen und die Preise stark belastet würden. Um die Lagerbestände abzubauen und Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht zu bringen, ergreift die IP-Suisse Massnahmen.
«Für die Aussaat 2026/Ernte 2027 ist eine Reduktion der Vertragsfläche für IP-Suisse-Extenso-Brotweizen und Extenso-Roggen um mindestens 15% notwendig», so die Labelorganisation. «Die Reduktion wurde auf Grundlage der aktuellen Lagerbestände, der erwarteten Marktnachfrage sowie der verfügbaren Lagerkapazitäten festgelegt», so die IP-Suisse weiter.
Futterweizen
Die Nachfrage nach pestizidfrei produziertem Brotweizen bleibe laut der IP-Suisse hingegen hoch, weshalb dieser nicht von einer Kürzung betroffen sei. «Die IP-Suisse ruft die Produzentinnen und Produzenten deshalb dazu auf, von Extenso- auf pestizidfreien Brotweizen umzustellen.» Die Produzenten wurden im Mail informiert, das die maximale Vertragsfläche für Extenso-Weizen auf ihrem Betrieb anhand der durchschnittlichen Anbaufläche der letzten drei Jahre festgelegt wurde. Die Reduktion von 15% sei dabei bereits berücksichtigt und gilt nur für Extenso-Brotweizen.
Alternative: IP-Futterweizen Christophe Eggenschwiler, der Geschäftsführer der IP-Suisse, begründet die neue Vermarktung von IP-Suisse-Futtergetreide wie folgt: «Wir hatten während zweier Jahre eine stolze Brotweizenernte. Um Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wieder herzustellen, fordern wir die IP-Suisse-Bauern auf, Futterweizen zu produzieren.» Die Prämie beträgt 5.00 Franken pro 100 Kilo Futterweizen, der über die IP-Suisse vermarktet wird. Eggenschwiler sagt: «Futterweizen ist gesucht auf dem Schweizer Markt.» Konkrete Abmachungen über die Abnahme mit Futtermühlen gebe es laut Eggenschwiler aber noch nicht.