Iren sehen heimischen Kartoffelanbau bedroht

AgE |

Der irische Bauernverband (IFA) sieht aufgrund der stark gestiegenen Betriebsmittelkosten den heimischen Kartoffelanbau auf dem jetzigen Niveau in Gefahr.

Der Fachausschussvorsitzende für Kartoffel im IFA, Sean Ryan, sieht für die Anbauer nur dann eine Chance, wenn die Erzeugerpreise anziehen. Ansonsten sei der Kartoffelanbau aufgrund der schon immer knappen Margen in der kommenden Saison «nicht lebensfähig». Ryan verwies auf Berichte über Landwirte, die aus Kostengründen «einfach keine Kartoffeln anbauen» oder die Anbaufläche in diesem Frühjahr einschränken.

Kartoffelsektor will Unterstützung

Der Fachausschussvorsitzende gab zu bedenken, dass nicht nur die Kosten für Pflanzgut, Dünger, Treibstoff und Pflanzenschutz jetzt zur Aussaat zu Buche schlügen, sondern auch noch Energiekosten bei der Einlagerung im Herbst. Dies münde letztlich in Versorgungsengpässen bei heimischer Ware.

Der IFA erklärte auf Anfrage von AGRA-EUROPE, dass in Irland zuletzt von etwa 300 Landwirten
auf 9 000 ha Kartoffeln angebaut wurden. Eine genaue Abschätzung, wie viele Landwirte in welcher Grössenordnung jetzt den Einbau einschränken wollten, konnte der IFA nicht geben. Der Verband forderte die Dubliner Regierung auf, jetzt einzugreifen und dem Kartoffelsektor «erhebliche finanzielle
Unterstützung zukommen zu lassen», damit die Erzeuger die Sicherheit erhielten, dass sie die Kartoffeln für die neue Saison anpflanzen könnten.

Ausweitung des Speisekartoffelanbaus

Indes zeichnet sich in Flandern eine moderate Ausweitung des Speisekartoffelanbaus ab. Dies geht zumindest aus einer Umfrage hervor, die das Interprovinciaal Proefcentrum voor de Aardappelteelt (PCA) in Kruishoutem unter 127 Landwirten durchgeführt hat.

Demnach ist in dem belgischen Teilstaat mit einem Kartoffelareal von 50 000 ha zu rechnen, das wären 2 % mehr als im vergangenen Jahr. Der prognostizierte Anstieg wird vor allem mit der voraussichtlichen Ausweitung der Anbaufläche für Frühsorten um 1 000 ha auf rund 7 000 ha begründet. Dagegen dürfte sich der Anbauumfang für halbfrühe und späte Sorten auf dem Vorjahresniveau bewegen. 

Kommentare (1)

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  • Wyder Christian | 06.05.2022
    Und uns wollen sie fürs Futtergetreide vielleicht 1 Franken und bei Brotgetreide 3-6 Franken pro 100 kg mehr zahlen. Das ist eine Frechheit. Wir bräuchten mindestens 15-25 Franken mehr. Wir sollten das Getreide zurückhalten dieses Jahr...

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