Im 1. Halbjahr 2014 wurden total 30'138 Tonnen Schweizer Käse exportiert. Dies entspricht im Vergleich zur Vorjahresperiode einem Rückgang von 1735 Tonnen oder -5,4 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Importe im 1. Halbjahr 2014 um +2.6% oder +668 Tonnen auf 26'797 Tonnen.
Die am Freitag von Switzerland Cheese Marketing AG (SCM) und TSM Treuhand GmbH (TSM) Bern veröffentlichten Zahlen für das erste Halbjahr 2014 sind mit 30'138t (-1'735t, -5,4%) exportiertem Käse, Schmelzkäse und Fertigfondue rückläufig. Dieser Exportrückgang betreffe die gesamte Schweizer Käsebranche und alle Kategorien, heisst es in einer Mitteilung.
Emmentaler, Gruyère und Appenzeller verlieren
Von den 30'138t exportiertem Schweizer Käse hält der Emmentaler AOP einen Anteil von 22,7% (6'843t), der Le Gruyère AOP 18,5% (5'571t) und Appenzeller 7,8% (2'345t) Appenzeller. Der Emmentaler AOP verlor mengenmässig -1'522t (-18,2%), der Le Gruyère AOP -89t (-1.6%) und der Appenzeller -37t (-1.5%).
Nicht nur die „Türöffner“ haben Mengenverluste zu beklagen, sondern auch folgende Sorten und Kategorien:
Frischkäse/Quark (-190t, -6,3%)
andere Weichkäse (-27t, -6.3%)
Vacherin Mont-d’Or AOP (-5t, - 51,6%)
Tilsiter (-19t, -13.1%)
Tête de Moine AOP (-18t, -3.4%)
Sbrinz AOP (-10t, -12,5%)
Switzerland Swiss (-16t, -0.7%)
Schmelzkäse (-56t, -8.6%) und
Fertigfondue (-243t, -18.8%).
Einzig Raclette (+34t, +9.9%), Vacherin Fribourgeois AOP (+2t, +1,4%), andere Halbhartkäse (+73t, +1.7%), andere Hartkäse (+1t, +0,6%) und andere Käse (+386t, +40%) konnten ihre Mengen halten oder gar zulegen.
Zurückzuführen seien diese Abnahme auf Preiserhöhungen. Dennoch seien die Konsumenten bereit, mehr für die Schweizer Qualitätsprodukte zu bezahlen. "So konnten die Exporte wertmässig um +2.1% gesteigert werden", heisst es in der Mitteilung weiter. Der Erlös für die Schweizer Käsebranche (Milchbauern, Käser, Affineure, Handel) betrug insgesamt 278,4 Millionen Schweizer Franken.
Der wichtigste Handelspartner für Schweizer Käse ist Europa. Über 80% der Schweizer Käseexporte (25'198t) gehen in unsere Nachbarländer. Hauptabnehmer bleiben Deutschland, Frankreich und Italien. Die Exporte nach Übersee nahmen um 754t (-13.2%) auf total 4'940t ab.
Importdruck steigt weiter an
Der Importdruck steigt seit 2007 stetig an und entsprechend stiegen die Importe im 1. Halbjahr 2014 um +2.6% oder +668t auf 26'797t. 37,8% (10'120t) der importierten Käse stammen aus Italien, 24,8% (6'643t) aus Frankreich und 24,6% (6'578t) aus Deutschland.
Besonders beliebt sind Frischkäse (+569t, +5,9%), Weichkäse (+60t, +1,1%), Hartkäse (+54t, 3,1%) und Extrahartkäse (+119t, +4,3%). Leicht verloren haben hingegen die Halbhartkäse (-89t, -2,0%). Der Zuwachs ist insbesondere auf günstige Hart- und Extrahartkäse zurückzuführen, die vor allem in die preissensible Nahrungsmittelindustrie und das Gastgewerbe fliessen.