
Während der Konsum von Weich- und Extrahartkäse in der Schweiz in den letzten zwei Jahren stabil geblieben ist, ging der Pro-Kopf-Verbrauch von Hartkäse, Schmelzkäse und Fondue zurück.
SCM
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 217’596 Tonnen Käse (+7’323 Tonnen) aus dem In- und Ausland konsumiert. Das sind pro Person rund 23,71 Kilo oder 590 Gramm mehr als 2024.
Wie die Schweizer Milchproduzenten (SMP) und Swiss Cheese Marketing (SCM) mitteilen, entfielen über zwei Drittel der Menge auf Quark, Frisch- und Halbhartkäse. Die Zunahme des Konsums ist auf die Kategorien Quark- und Frischkäse (+560 g auf 9,57 kg) und Halbhartkäse (+340 g auf 6,71 kg) zurückzuführen.

2025 wurden in der Schweiz 217’596 Tonnen Käse aus dem In- und Ausland konsumiert.
SMP
Addiert ergibt dies einen Mehrkonsum von rund 900 Gramm innerhalb dieser beiden Produktgruppen. Insgesamt entfallen auf diese Kategorien 16,28 Kilo, das entspricht 69 Prozent des Gesamtkonsums. SMP und SCM begründen die Zunahme kulinarisch. «Quark und Frischkäse – beispielsweise Mozzarella – werden vermehrt in der warmen und kalten Küche eingesetzt», heisst es in der Mitteilung.
Schweizer Käse behauptet sich
Eine Abnahme gibt es aber bei der Kategorie Hartkäse. Der Konsum sank um 250 Gramm (-7 %) auf 3,29 Kilo. «Das bedeutet auch, dass im verbrauchten Käsemix in der Tendenz prozentual weniger Milch enthalten ist», halten SMP und SCM fest. So werden für die Produktion von Quark und Frischkäse lediglich 4 bis 10 Kilo Milch benötigt, beim Hartkäse sind es aber 10 bis 13 Kilo.

Den höchsten Inlandanteil weisen der Hartkäse und Halbhartkäse aus.
SMP
2025 konnte der Schweizer Käse seinen Marktanteil – trotz Importdruck – halten. Der Anteil von inländischem Käse am Gesamtkonsum lag 2025 bei 63,3 Prozent, 0,5 Prozent mehr als 2024. Er ist über die letzten drei Jahre weitgehend stabil. Zulegen konnten insbesondere Frischkäse und Quark (+2,2 %), Halbhartkäse (+0,4 %) und Extra-Hartkäse (+0,7 %) aus der Schweiz. Beim Hartkäse gab es ein Minus von 2,1 Prozent.