Nur so könne eine nachhaltige einheimische Lebensmittelproduktion erhalten werden. Das BZS schreibt: «Die Erhöhung der Kartoffelpreise um circa 5% reicht nicht, da eine schlechte Ernte bevorsteht.»
Bereits der Berner Bauernverband hatte in einer Medienmitteilung zu den Kartoffelpreisen darauf hingewiesen , dass bei den konventionellen festkochenden Speisesorten zwar das mittlere Preisband um 2 Fr./100 kg erhöht, aber gleichzeitig das Preisband von ±8 Fr. auf ±6 Fr./100 kg verengt worden sei. Das heisst, dass der Preis, wenn er bei der absehbar schlechten Ernte an den oberen Rand des Preisbandes gerät, gleich hoch ist wie 2023. Dabei hatte der Schweizer Bauernverband, nicht nur das BZS, für 2024 höhere Preise gefordert, im Schnitt rund 10% sollten es sein.
Das BZS ist auch mit den beschlossenen Richtpreisen für das Getreide nicht zufrieden , auch da müsse nachgebessert werden, so die Forderung. Das BZS weist darauf hin, dass Kartoffeln und Brotgetreide sehr viele Kalorien pro Hektare abwerfen, die der Mensch direkt essen kann, sodass diese Kulturen in Zeiten steigender Knappheiten und Unsicherheiten grosse Aufmerksamkeit erhalten müssten.
Auf der politischen Ebene lehnen BZS und BBK eine Kürzung der Direktzahlungen strikte ab. Das widerspräche völlig dem Geist der vielen Mahnwachen, heisst es. Der Bund müsse angesichts der schwierigen Situation die Versorgungssicherheitsbeiträge erhöhen, keinesfalls dürfe er sie kürzen, so BZS und BBK.
