
Heu ist Mangelware.
zvg
Bedingt durch die Trockenheit spitzt sich die Situation auch auf den Äckern und in den Obstanlagen zu. In einer E-Mail an die Knospe-Produzentinnen schreibt der Verband, dass die Geschäftsstelle mit Hochdruck an Massnahmen arbeite, um die Betriebe bestmöglich zu unterstützen. Der intensive Austausch entlang der Wertschöpfungskette sowie mit dem Bund und den Kontrollstellen hätten zu folgenden Ergebnissen geführt, heisst es:
- Von den bereits erlaubten Zukäufen von Raufutter (Futter von Dauer- und Kunstwiesen frisch, siliert oder getrocknet) in EU-Bioqualität in einem Umfang von bis zu 50 Prozent des Gesamtjahresbedarfs dürfen ab sofort maximal 20 Prozent konventionelles Raufutter sein. Das heisst, mindestens 30 Prozent müssen weiterhin EU-Bioqualität haben.
- Die Vorgabe, wonach Ertragsausfälle bei Raufutter nur durch Futtermittel derselben Kategorie ersetzt werden dürfen, ist bis auf weiteres aufgehoben. So darf Heu zum Beispiel durch getrocknete Luzerne ersetzt werden.
- Für eine Ausnahmebewilligung reicht es, das ausgefüllte Formular bei der Zertifizierungsstelle einzureichen. Eine Bestätigung der Trockenheit sowie der Nichtverfügbarkeit von Futter auf dem Onlinemarktplatz Biomondo ist hinfällig. Zudem sind die Gesuche günstiger und kosten zumindest bis Ende Jahr nur 50 Franken. Laut der aktuellen Tarifliste von Bioinspecta war es bis jetzt doppelt so viel.
Zudem anerkennt Bio Suisse die von den Kantonen verfügten Ausnahmen in Bezug auf die Programme Raus (regelmässiger Auslauf im Freien) und GMF (graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion) und übernimmt sie vollumfänglich.
Bio Suisse schreibt in der Mail weiter, dass Gespräche mit dem Detailhandel und der Branche zu den trockenheitsbedingt gestiegenen Produktionskosten einen ersten Erfolg gezeitigt und zu einer Richtpreiserhöhung bei den Karotten geführt hätten.
Da wird die ganze Zeit von Bio Suisse gepredigt,das Bio der einzig richtige Weg ist,mit hoher Wertschöpfung (Preise) für die Bauern. Wird das Futter knapp, wirft man alle selbstlobenden Grundsätze über Bord und kauft .Dank den hohen Milchpreisen das knappe konvenzionelle Grundfutter weg,ev.Kunstdüngergras was sonst ja des Teufels ist! Bitte Richtig verstehen,man mag den Bio Bauern die höheren Preise gönnen,aber konsequent ist das sicher nicht!
Leider sind aus Gier alle Felder kahl gemäht und die Böden sind Wind und Hitze ausgeliefert, die Bodenverdichtung noch oben drauf
Ich denke kein Biobetrieb kauft freiwillig konventionelles Futter zu, wenn genügend Biofutter verfügbar wäre. Diese Ausnahme gibt es wegen der aussergewöhnlichen Trockenheit und Futterknappheit.
Vielleicht kannst auch du dich dazu durchringen, etwas Verständnis für jene Berufskollegen aufzubringen, die es dieses Jahr besonders hart trifft. Ob Bio oder konventionell. Am Ende müssen wir alle unsere Tiere versorgen. Gerade in solchen Zeiten wären Solidarität und Zusammenhalt wichtiger als Neid und Missgunst.