
Der Landwirtschaftsrat fordert die Proviande auf, Verantwortung als Branchenorganisation zu übernehmen.
Proviande
Das Angebot am hiesigen Schweinemarkt ist zu gross. Die Produzentenorganisation Suisseporcs geht von einem Überhang von über 10'000 Tieren aus. «Der Angebotsüberhang kann nicht abgebaut werden, da die erwarteten Impulse beim Schweinefleischabsatz fehlen», heisst es im Marktbericht von vergangener Woche.
Preissturz
Das führte zu einem regelrechten Preissturz. Anfang 2026 gab es den ersten massiven Preisabschlag von 4 Fr./kg Schlachtgewicht (SG) auf 3.30 Fr./kg SG. Das Preisniveau von 3.30 Fr./kg SG blieb anschliessend bis Mitte April stabil, dann gab es sogar einen Aufschlag von 40 Rappen, und bis in die zweite Maihälfte galten die Schweine im Schlachthof 3.70 Fr./kg SG. Dann sanken die Preise auf 3.20 Fr./kg SG. Anfang Juni tauchten die Preise um 70 Rappen auf nur noch 2.50 Fr./kg SG.
Die sehr tiefen Schweinepreise setzen die Schweinehalterinnen und Schweinehalter unter enormen finanziellen Druck. Stark betroffen von dieser Situation ist der Kanton Luzern. Er gilt als die bedeutendste Schweineregion der Schweiz. Der Landwirtschaftsrat des Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverbands hat sich mit der schwierigen Lage der Schweinebranche befasst. «Besonders betroffen sind junge Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter sowie Betriebe, die in den vergangenen Jahren in diesen Betriebszweig investiert haben», heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.
Proviande soll Verantwortung übernehmen
Die Marktlage für diese Betriebe sei existenzbedrohend. Der Landwirtschaftsrat zeigt sich sehr besorgt, dass die Branche nicht in der Lage sei, rasch und wirksam auf die Krise zu reagieren. Der Landwirtschaftsrat warnt vor weiteren Folgen. Es drohten tierschutzrelevante und soziale Probleme sowie ein erheblicher Imageverlust für die Schweizer Tierhaltung und Schweizer Fleisch.
In einer Resolution fordert der Rat Proviande auf, Verantwortung als Branchenorganisation zu übernehmen. Er fordert die Branchenorganisation auf, «unverzüglich eine wirksame Lösung zur Stabilisierung des Schweinemarktes» zu erarbeiten. «Die aktuelle Situation verlangt entschlossenes Handeln», hält der Rat fest. Die Schweinehalter würden klare Perspektiven benötigen.
Folgende Punkte erwartet der Landwirtschaftsrat:
1. Dass Proviande rasch alle relevanten Marktakteure an einen Tisch bringt.
2. Dass kurzfristige Massnahmen zur Entlastung des Schweinemarktes geprüft und umgesetzt werden.
3. Dass die Produzentinnen und Produzenten laufend, offen und transparent über die Entlastungsmassnahmen sowie über die Verwendung des Entlastungsfonds informiert werden.
4. Dass verbindliche Schritte zu kostendeckenden Produzentenpreisen eingeleitet werden.Dass wirtschaftliche, tierschutzrelevante und soziale Schäden verhindert werden.
5. Dass einem Imageverlust für die Schweizer Tierhaltung und für Schweizer Fleisch aktiv entgegengewirkt wird.
Schaut man die schlachtzahlen an. Liegt es eigentlich allem mehr oder weniger im grünen Bereich.
Eine längere säugezeit wurde auch schon von einem Züchter vorgeschlagen, wird ignoriert. Würde das aber sinnvoll finden....
Gesunde und robuste Ferkel, Medikamenten Einsatz gleich 0.
Halten nur knapp 60 sauen, aber jetzt ist der richtige Zeitpunkt zum moren durch junge remonten zu ersetzen.
Laut Händler es hat sicherlich genug auf dem Markt, aber es läuft nicht schlecht haben immer alle irgendwo Platz.....
Für was haben wir die eigentlich.Sesselfurzer die keinen Bezug zu den Betrieben haben aber ich gerne in den Medien präsentieren.