
In der Schweiz dürfte die Maisernte deutlich tiefer ausfallen.
Katja Nass
In der Schweiz regnet es seit Wochen vielerorts wenig oder gar nicht. Das hat negative Auswirkungen auf die Kulturen. Die Heuerträge sind deutlich tiefer. Auch beim Mais ist in vielen Regionen mit Einbussen zu rechnen.
Auf Antrag des Schweizer Bauernverbandes (SBV) hat das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) die Grenzabgaben (Zoll und Garantiefondsbeitrag) für Mais zu Futterzwecken vorübergehend aufgehoben. Vom 15. August bis 31. Oktober 2026 entfallen Zoll und Garantiefondsbeitrag für frischen oder silierten Mais mit einem Trockensubstanzgehalt von maximal 60 Prozent (Zolltarifnummer 2308.0050). Der Ansatz beträgt 0 Fr. je 100 kg brutto.
«Tierhaltungsbetrieben wird damit ermöglicht, Silomais kostengünstiger zu beschaffen und angemessene Reserven für die Winterfütterung anzulegen», schreibt das WBF. Beim Heu und bei der Grassilage wurde der Zoll bereits am 1. August 2026 aufgehoben.
Der SBV begrüsst die Importerleichterungen für Silomais: «Sie werden dazu beitragen, die derzeit schwierige Futtermittelversorgung auch in den Nachbarländern zu stützen. Diese Massnahme trägt somit zur Entlastung der Lage bei, auch wenn erst ausreichende Niederschläge eine Rückkehr zur Normalität ermöglichen werden», sagte der stellvertretende Direktor des SBV, Michel Darbellay, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.