
Die Maisernte fällt wegen der ausgeprägten Trockenheit deutlich tiefer aus.
Manuela Sollberger
In der Schweiz hat es im Sommer 2026 vielerorts massiv weniger geregnet. Das hat negative Auswirkungen auf die Kulturen. Die Heuerträge sind deutlich tiefer. Auch beim Mais gibt es in vielen Regionen Einbussen.
Auf Antrag des Schweizer Bauernverbandes (SBV) hat das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) die Grenzabgaben für Mais zu Futterzwecken vom 15. August bis 31. Oktober 2026 aufgehoben. Zoll und Garantiefondsbeitrag für frischen oder silierten Mais mit einem Trockensubstanzgehalt von maximal 60 Prozent (Zolltarifnummer 2308.0050) sind aufgehoben. Der Ansatz beträgt 0 Fr. je 100 kg brutto.
Nun wird diese Massnahme verlängert. «Die geringen Niederschläge in den Monaten August und September haben die Situation kaum verbessert», teilt das WBF am Freitagnachmittag mit. Auf Antrag des SBV und infolge der logistischen Herausforderungen für den grenzüberschreitenden Transport verlängert das WBF die Zollbefreiung nun bis Ende April 2027.
Das WBF kündigt weitere Massnahmen an. Ab dem 1. Oktober 2026 werden auch für bestimmte Futtermittel mit hohem Fasergehalt, die als Raufutterersatz dienen können, die Grenzbelastungen gesenkt. «Diese Massnahme ist Teil der ordentlichen monatlichen Aktualisierung der Zollansätze», so das WBF weiter.