Massenentlassung bei Düngermittelgigant

Der weltgrösste Düngemittelhersteller Potash streicht wegen des Preisverfalls am Kalimarkt fast jeden fünften Arbeitsplatz. Auf seinem Heimatmarkt Kanada sowie in den USA und in Trinidad baut der Konzern nach Angaben vom Dienstag insgesamt mehr als 1000 Stellen oder 18 Prozent der Arbeitsplätze ab.

sda/reu |

Der weltgrösste Düngemittelhersteller Potash streicht wegen des Preisverfalls am Kalimarkt fast jeden fünften Arbeitsplatz. Auf seinem Heimatmarkt Kanada sowie in den USA und in Trinidad baut der Konzern nach Angaben vom Dienstag insgesamt mehr als 1000 Stellen oder 18 Prozent der Arbeitsplätze ab.

Gleichzeitig will Potash mehrere Produktionsstätten stilllegen. In den Schwellenländern sei das Wachstum geringer ausgefallen als erwartet, erklärte Potash zur Begründung.

Potash hatte erst im Oktober das schwächste Quartalsergebnis seit drei Jahren vorgelegt und dabei seine Geschäftsziele zusammengestrichen. Sein deutscher Konkurrent K+S stemmt sich ebenfalls mit einem grossangelegten Sparpaket gegen den Abwärtstrend am Düngemittelmarkt. 

Auslöser der Branchenkrise war die Aufkündigung des sogenannten Kali-Kartells durch den russischen Kaliproduzenten Uralkali im Juli. Dies hatte den weltweiten Kali-Markt erschüttert und Unsicherheit unter Produzenten und Kunden geschürt. Weltmarktführer Uralkali begründete seinen Schritt damit, seinen Absatz vor allem in den Schwellenländern steigern zu wollen und dafür auch niedrigere Preise in Kauf zu nehmen. Dies schickte die Kali-Preise auf Talfahrt und stürzte die übrigen Hersteller in die Krise. 

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