
Swiss Granum hat die ersten Zahlen der Ernte 2026 publiziert.
Monika Gerlach
Die Branchenorganisation für Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen hat Mitte August gestützt auf Rückmeldungen von 30 Sammelstellen eine Einschätzung der Erntesituation 2026 vorgenommen. Aus diesen Resultaten hat Swiss Granum eine Hochrechnung vorgenommen. Diese Sammelstellen bilden zusammen rund 43% des Schweizer Marktes für Gerste, 52% für Brotweizen und 66% für Raps ab.
Beim Brotweizen wird die Erntemenge auf 385‘000 bis 415‘000 t Brotweizen geschätzt. Der grösste Teil wird als backfähig eingestuft. Swiss Granum erwartet eine Erntemenge auf dem Niveau des Vorjahres. Diese betrug 414'000 t. Zu beachten gilt, dass die Anbaufläche, verglichen mit den Vorjahren, höher war. Bei Roggen und Dinkel liegen keine Zahlen vor.
Bei der Gerste geht die Hochrechnung von einer Erntemenge zwischen 150'000 und 160‘000 t aus. «Sie liegt somit höher 5 bis 10 Prozent als im vergangenen Jahr und etwa auf dem Niveau von 2023», schreibt Swiss Granum. Die Anbaufläche war höher als im letzten Jahr. Für den Futterweizen liegen keine Zahlen vor.
Beim Raps lag die Anbaufläche aufgrund der tieferen Zuteilungsmenge von rund 88‘000 t unter derjenigen des Vorjahres. Die Rapsproduktion wird auf rund 71‘000 bis 75‘000 Tonnen geschätzt. Die Ernte 2026 liegt damit in der Grössenordnung der Erntemenge von 2024 (74’435 t). Rund ein Drittel der erwarteten Rapsmenge dürfte HOLL-Raps sein.
Welchen Einfluss die ausgeprägte Trockenheit auf die Kulturen und damit auf die Erntemengen hatte, lässt sich abschliessend erst mit der Gesamterhebung beurteilen. Die Resultate werden im Oktober (für Raps Anfang September) vorliegen.