Mehr Transparenz dank Preismeldern

Das Richtpreissystem für Tränkekälber soll als Orientierungshilfe für die Marktteilnehmer dienen. Die Schweizer Milchproduzenten (SMP) ziehen nach den ersten 6 Monaten eine positive Bilanz. Der Markt sei transparenter geworden, so die SMP. Das Meldesystem wird weitergeführt.

Das Richtpreissystem für Tränkekälber soll als Orientierungshilfe für die Marktteilnehmer dienen. Die Schweizer Milchproduzenten (SMP) ziehen nach den ersten 6 Monaten eine positive Bilanz. Der Markt sei transparenter geworden, so die SMP. Das Meldesystem wird weitergeführt.

Vor der Einführung des Richtpreissystems herrschten im Tränkermarkt eher unübersichtliche Verhältnisse. Zwar wurden früher Preise von den Tränkermärkten in Thun, Wattwil und Buttisholz gemeldet. Doch die Differenz zwischen den publizierten und den effektiv bezahlten Preisen war gross.

Basis für Richtpreisverhandlungen

Die Schweizer Milchproduzenten SMP haben gemeinsam mit Branchenorganisation Proviande, den Kälbermästern und den Viehhändlern Anfang 2017 ein Richtpreissystem eingeführt. Ziel bei der Einführung war es, mehr Transparenz in den Markt zu bringen, um sämtlichen Beteiligten die Orientierung zu erleichtern.

Die Dachorganisation der Milchproduzenten hat ähnlich wie bei der Milch ein Preismeldesystem aufgebaut. Die teilnehmenden Geburtsbetriebe melden wöchentlich, zu welchen effektiven Preisen sie ihre Tränker verkauft haben. Diese Angaben werden anonymisiert und bilden für die Produzentenseite eine wichtige Basis für die Richtpreisverhandlungen.

Differenz wird kleiner

Die Richtpreise werden wöchentlich, unter der Moderation der Proviande, mit Vertretern der Kälbermäster, der Viehhändler und den SMP telefonisch verhandelt. Die SMP sind mit dem System bisher zufrieden. «Nach Beginn im Februar 2017 zeigten sich Differenzen von weit über einem Franken zwischen Richt- und Marktpreis», schreiben die SMP in einem Communiqué.

Dies habe je nach Situation die Verkäufer oder Käufer benachteiligt. Das Preisemeldesystem habe dazu geführt, dass sich die Differenz auf 80 Rappen reduziert habe. Die Preispublikation ist für alle Beteiligten eine gute Orientierungshilfe in den Verkaufsverhandlungen, halten die SMP fest.

Mehr Preismelder

Deshalb soll das Meldesystem fortgeführt werden. Um die Differenz zwischen Markt- und Richtpreisen möglichst klein halten zu können, sollen zusätzliche Preismelder rekrutiert werden. «Die Beteiligten sind sich einig, dass für ein wirkungsvolles Instrument die publizierten Richtpreise näher an die Realität zu führen sind», heisst es weiter.

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