Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat im vergangenen Jahr 14,5 Mrd. Fr. verdient. Das sind 4,4 Milliarden mehr als 2013. Der Umsatz ging leicht zurück, von 92,2 Mrd. Fr. auf 91,6 Mrd. Franken.
Gegenüber 2013 verringerte sich der Umsatz damit um 0,7 Prozent. In den ersten 9 Monaten des vergangenen Jahres hatte das Minus allerdings noch 3,1 Prozent betragen. Nestlé hat im Schlussquartal also Auftrieb erhalten.
Aus eigener Kraft, das heisst ohne die Akquisitionen, ist Nestlé 2014 um 4,5 Prozent gewachsen, wie aus dem Communiqué vom Donnerstag hervorgeht. Das ist zwar 0,1 Prozentpunkt weniger als im Vorjahr, allerdings stieg gleichzeitig die operative Profitabilität. Die Marge legte um 0,1 Prozentpunkte auf 15,3 Prozent zu. Das operative Ergebnis blieb mit 14 Mrd. Fr. unverändert.
Mit dem Ergebnis hat Nestlé das vergangene Jahr leicht besser abgeschlossen als von Branchenexperten erwartet. Die von der Finanznachrichtenagentur AWP befragten Analysten hatten durchschnittlich mit einem Umsatz von 91,4 Mrd. Fr. und einem Reingewinn von 10,4 Mrd. Fr. gerechnet. Der deutlich höher als erwartet ausgefallene Gewinn erklärt sich mit Einnahmen aus dem Verkauf eines Teils der Anteile an L'Oréal sowie der Neubewertung der Anteile an Galderma.
Fürs laufende Jahr rechnet Nestlé mit einer ähnlichen Geschäftsentwicklung wie 2014, wobei das organische Wachstum auf rund 5 Prozent verbessert werden soll. Auch die Margen sollen bei konstanten Wechselkursen zulegen.
Nestlé-Chef erhält 9,32 Mio. Franken
Paul Bulcke, der Konzernchef des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé, hat im vergangenen Jahr leicht mehr verdient als 2013. Bar und in Form von Aktien erhielt er eine Vergütung von total 9,32 Mio. Franken.
2013 hatten sich Salär und Boni auf 9,30 Mio. Franken belaufen. Der Grundlohn des Nestlé-Chefs blieb unverändert bei 2,5 Mio. Franken. Das fixe Gehalt von Bulcke machte damit gut einen Viertel des Gesamtverdienstes aus, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht von Nestlé hervorgeht.
Bulcke bewegt sich mit seiner Entlöhnung zwar weit oben auf der Liste der bestverdienenden Manager der Schweiz, allerdings nicht ganz oben. So wies der Pharmakonzern Roche für seinen Chef Severin Schwan ein Gehalt von knapp 12 Mio. Franken aus, Konkurrent Novartis zahlte seinem Chef Joseph Jimenez gesamthaft 12,6 Mio. Franken.
Insgesamt wurden der Nestlé-Geschäftsleitung 2014 Löhne und Boni in Höhe von 42,5 Mio. Fr. ausbezahlt, das sind 600'000 Fr. weniger als im Vorjahr. Nestlé-Verwaltungsratspräsident Peter Brabeck erhält für das Jahr 2014 insgesamt 6,33 Mio. Fr. und damit weniger als im Jahr zuvor, als er noch 7 Millionen verdient hatte. Dem ganzen Verwaltungsrat wurden total gut 11 Mio. Fr. ausbezahlt, geringfügig weniger als im Vorjahr.