Neues Label: «Gutes aus deutscher Landwirtschaft»

In Deutschland soll ein neues Konsumenten-Label künftig auf landwirtschaftliche Erzeugnisse hinweisen, die erwiesenermassen in Deutschland produziert und verarbeitet wurden.

aiz |

Mit diesem Ziel hat der Verein Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft (ZKHL) das einheitliche Herkunftskennzeichen «Gutes aus deutscher Landwirtschaft» eingeführt, das in Zusammenarbeit mit Handel, Industrie und Landwirtschaft entwickelt wurde. Das neue Zeichen soll ab sofort händlerübergreifend beim Lebensmitteleinkauf zu finden sein, wie die Branchenorganisation laut Dow Jones News jetzt mitteilte.

Schrittweise Einführung

Demnach werden unter anderem frisches Schweine-, Rinder- und Geflügelfleisch, Eier, Obst, Gemüse, Kartoffeln sowie bestimmte Milchprodukte das neue Herkunftskennzeichen tragen. Grosse Handelsketten wie Aldi, Edeka, Kaufland, Lidl, Netto Marken-Discount sowie Rewe und Penny sollen das neue Label nun sukzessiv in ihren Märkten verwenden. «Der schrittweise Roll-out wird dazu führen, dass in den kommenden Wochen immer mehr Artikel mit dem Herkunftskennzeichen beim Einkauf sichtbar werden. Erste Produkte waren bereits im Frühsommer in den Märkten erhältlich», schreibt ZKHL.

Die Vorstandsmitglieder der Zentralen Koordination Handel-Landwirtschaft (ZKHL) e.V. hatten im November vergangenen Jahres eine Branchenvereinbarung zur Einführung eines Herkunftskennzeichens Deutschland unterzeichnet. Gleichzeitig gaben die genannten Handelsunternehmen eine Absichtserklärung zugunsten des neuen Signets ab. Die Umsetzung der neuen Herkunftskennzeichnung soll auf Basis einer freiwilligen Selbstverpflichtung aller teilnehmenden Lebensmittelhändler und – hersteller erfolgen, wie ZKHL betont.

«Meilenstein»

Dass die in der Branchenvereinbarung festgelegten Kriterien eingehalten werden, sollen Kontrollsysteme wie jene der Qualitätssicherungsgesellschaft QS oder des Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen (KAT) überwachen, berichtet die Lobbyorganisation. Sie will zudem nachweisliche Verstösse gegen die Kriterien des Herkunftskennzeichens konsequent verfolgen.

Der Vorsitzende der ZKHL und Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels, Björn Fromm, äusserte sich zuversichtlich, dass man das Zeichen erfolgreich im Markt etablieren und den Kreis der Anwender weiter ausbauen könne. Die Einführung des «Herkunftskennzeichens Deutschland» sei ein Meilenstein für den Lebensmittelmarkt.

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