Ölpreis steigt markant - Angst vor Militäreinsatz

Der sich abzeichnende Militäreinsatz des Westens gegen Syrien hat den Ölpreis kräftig nach oben getrieben. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg am Mittwochmittag am Handelsplatz London auf 115,31 Dollar pro Barrel (159 Liter), 95 Cent mehr als am Vortag.

Der sich abzeichnende Militäreinsatz des Westens gegen Syrien hat den Ölpreis kräftig nach oben getrieben. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg am Mittwochmittag am Handelsplatz London auf 115,31 Dollar pro Barrel (159 Liter), 95 Cent mehr als am Vortag.

Zwischenzeitlich lag der Preis sogar bei 117,34 Dollar, dem höchsten seit sechs Monaten. Die in New York gehandelte Sorte «Light Sweet Crude» stieg im elektronischen Handel zwischenzeitlich auf 112,24 Dollar je Barrel, den höchsten Stand seit Mai 2011. 

An der Londoner Börse profitierten die Kurse der Ölkonzerne: Die Aktie von Shell legte um 1,12 Prozent zu, die von BP um 0,73 Prozent. Ein Militäreinsatz in Syrien könnte die Ölförderung in Nahost und den Transport des Rohstoffs stören. In der Region werden 35 Prozent des weltweit produzierten Öls gefördert. Analysten sehen besonders Pipelines durch Angriffe gefährdet. Syrien selbst hingegen ist kein grosser Ölproduzent. 

Anleger und Devisenmakler investierten am Mittwoch bevorzugt in Dollar und Gold, die in Krisenzeiten als sichere Anlagen gelten. In Paris lag der Kurs des Euro am Vormittag bei 1,3363 Dollar, nach 1,3391 Dollar am Dienstagabend. Der Goldpreis erreichte mit 1433,83 Dollar je Unze seinen höchsten Stand seit Mitte Mai. 

Besonders nervös reagierten die Finanzmärkte in der nördlich an Syrien grenzenden Türkei. Die Börse in Istanbul, die am Dienstag mit einem Minus von 4,73 Prozent geschlossen hatte, ging mit einem neuerlichen Minus von mehr als 2 Prozent in den Handel. Die nationale Währung Lira erreichte am Morgen einen neuen historischen Tiefstand.

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