Paradeiser – der Liebesapfel

Tomaten sind die beliebteste Gemüsesorte Österreichs. Vergangenes Jahr wurden laut Agrarmarktanalyse 32’564 t Tomaten gekauft. 

Paradeiser, wie Tomaten in Österreich genannt werden, sind die Nummer eins, wenn es um gekaufte Gemüsesorten geht. Rund 35 Kilogramm Tomaten essen die Österreicher pro Person jährlich. Ein Kilogramm kostet aktuell rund 5,42 Euro (5.21 CHF). Paradeiser sind bei weitem nicht nur rund und rot, von der ovalen Tomate, der kleinen Cocktailtomate, Ribisel-Tomate bis hin zur grossen Fleischtomate wachsen alle Sorten in Österreich. Diese können auch blass-gelb-weiss bis hin zu violett-schwarz sein.

Auf 197 ha Fläche wachsen Paradeiser

Österreich ist europaweit ein bedeutender Produzent von Paradeisern. 56.975 t Tomaten werden traditionell von Mitte März bis Ende November produziert. Nach Zwiebeln und Karotten liegt die Herstellung von Paradeisern auf einer Fläche von 197 ha mengenmässig auf Platz drei. Die meisten Tomaten werden in Gewächshäusern angebaut, um die klimatischen Bedingungen Österreichs auszugleichen. Unter Glas oder Folie wachsen sie auf 116 ha Fläche, im Freiland werden sie auf 15 ha Fläche angebaut.

Aktuelle Herausforderungen

75% der österreichischen Haushalte kaufen Paradeiser vorwiegend regional. Tomaten werden in Österreich jedoch nicht ganzjährig produziert, weshalb der Selbstversorgungsgrad bei 18% liegt. Die Importe aus südlichen Ländern können somit zu einem Preisdruck auf den heimischen Markt führen und die lokale Produktion beeinflussen. Zusätzlich belasten aktuell auch die hohen Energiepreise die Produktionskosten in den Gewächshäusern.

Paradeiser hiessen ursprünglich Liebesapfel

Abgeleitet vom Namen des Paradiesapfels werden Paradeiser in unterschiedlichster Sortenvielfalt in Österreich angebaut. Ursprünglich stammen sie aus Peru und Ecuador und wurden erstmals in Mexiko kultiviert. Die Azteken nannten sie «Tomatl», mit Christoph Columbus kamen sie um 1500 nach Europa, wo sie den Namen Liebes-, Gold- oder Paradiesapfel bekamen. In Österreich machte man daraus den «Paradeiser».

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