Preisdruck verhindern – Schlachtkühe gestaffelt liefern

Aufgrund der Trockenheit der vergangenen Wochen liefern Wiesen und Weiden immer weniger Futter. Mehrere bäuerliche Organisationen rufen dazu auf, Schlachtkühe gestaffelt zu liefern.

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Vor allem im zentralen und westlichen Mittelland hat sich in den vergangenen Monaten ein grosses Niederschlagsdefizit aufgebaut. Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais leiden stark unter dem fehlenden Niederschlag.

Kein Gras auf Weiden und Wiesen

Aber auch Weiden und Wiesen leiden unter dem Regendefizit. Das Gras wächst kaum noch. Landwirtinnen und Landwirte müssen teilweise bereits auf den Wintervorrat zurückgreifen. Die Heuernte Ende Mai und Anfang Juni sei ertragreich gewesen, sagt Marc Brodbeck, Präsident des Bauernverbands beider Basel, zur «Basler Zeitung». Der Landwirt aus Buus macht sich Sorgen. «Wenn es bis Mitte August weiterhin so trocken bleibt, sehe ich für den zweiten Schnitt schwarz», führt er aus. Er füttert seine Tiere im Stall, die Weide dient nur noch als Auslauf.

Nicht besser sieht die Situation auf dem Hof von Nationalrat und Milchproduzent Alois Huber (SVP/AG) aus. Die Kühe gäben weniger Milch und seien gestresst. Auch er verfüttert bereits den Wintervorrat. «Im Winter haben wir zu wenig Futter», sagt Huber zu «Tele M1». Deshalb werde er die eine oder andere Kuh früher als geplant in den Schlachthof bringen.

Preis gesunken

Diese Überlegung werden zahlreiche Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter anstellen. Wenn zu viele Kühe auf den Markt gelangen, könnte dies Preisdruck auslösen, schreiben der Schweizerische Bauernverband (SBV), der Schweizerische Viehhändlerverband (SVV) und die Interessengemeinschaft öffentliche Märkte (IGöM) in einem Communiqué. Sie rufen dazu auf, die Tiere gestaffelt zu liefern, sei es direkt oder über die öffentlichen Märkte. Damit sollen Angebotsüberhänge verhindert werden.

Die Nachfrage nach Schlachtkühen sei vorhanden, so die Organisationen. Wenn das Angebot aber zu gross ist, reichen die Schlacht- und Verarbeitungskapazitäten nicht aus. «Es wäre schädlich, wenn die Preise aufgrund eines momentanen Überschusses unter Druck geraten», halten der SBV, der SVV und die IGöM fest.

Der Preis für Schlachtkühe T2/T3 ist am Freitag um 20 Rappen auf 10.50 Franken pro Kilogramm Schlachtgewicht gesunken. In einer Nachricht in den sozialen Medien wird appelliert, nur Kühe zu liefern, die unbedingt wegmüssen. «Sonst könnten die Abnehmer die Trockenheit ausnutzen, um den Preis zu senken», heisst es in der Nachricht.

Kommentare (2)

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  • Beat Sch | 13.07.2026
    Gut gesagt: die Preise könnten sinken!
    Heute fand ein kontrollierter Schlachtviehmarkt statt mit recht grossem Aufgebot an Vieh und Käufern . Die Nachfrage war riesig. Alle Händler wollten möglichst ihre LKW füllen. Aber nur wenige überboten den Einschätzungspreis.
    Mir machte es den Anschein, als ob ein Preis- Kartell stattfinden würde. Die meisten Händler hängten sich nach dem wiegen des Tieres regelrecht an den Schwanz und verfolgten es bis zum Versteigerungs- beamten und versuchten so ein Mitbieter fernzuhalten. Wenn trotzdem einer wagte mitzubieten wurde er mit böse Worten beschimpft. Auf diese Weise entging den Produzenten ein ansehnlicher Betrag an Einkommen. Ich frage mich ob da kein Kartell-Gesetz besteht?
  • Waelchli Urs | 13.07.2026
    Immer die ungefilterte Witergabe von Meldungen. Von einer Fachzeitschrift erwarte ich das sie bei diesen Organisationen nachfragt, wie ein Bauer sein Schlachtvieh gestaffelt liefern soll wenn ihm das Futter ausgeht! Der Schwrizer Bauer und deren Führung und Journalisten welche sich oft brüsten einen landw. Hintergrund zu haben sind nur noch peinlich. Zeigen sie doch einem Bauern welchem das Futter fehlt, wie er sein Schlachrvieh gestaffelt liefern soll. Das wäre eine Fachzeischrift. Der Schweizer Bauer ist nur noch peinlich, wenn er drn Bazetn keinen Mehrwert liefert, wie sie bei Futterknappheit ihr Schlachtvieh wie im Bericht gestaffelt liefern sollen.
    Simon Langenegger als Geschäftsfphrer, wo bleib endlich der Mehrwert für uns Bauer beim Abo deiner Zeitung, wenn ihr keine nachhaltigen Lösungen präsentieren könnt und warum soll ich dann öber 200 Franken für ein Abo bezahlen, welches mir keinen Mehrwert generiert?
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