Der Privatkonsum in der Schweiz wächst weiterhin kräftig. Im April war der von der Grossbank UBS erhobene Konsumindikator zwar gegenüber dem Vormonat leicht rückläufig. Mit 1,72 Punkten stand er aber dennoch auf dem zweithöchsten Stand seit Januar 2011.
Mit dem Indikator will die UBS rund drei Monate vor den offiziellen Zahlen die Entwicklung des Privatkonsums abbilden. Der Konsum ist mit Abstand die wichtigsten Komponente des Bruttoinlandproduktes der Schweiz.
Dass das Konsumwachstum im April etwas tiefer ausgefallen sein soll, ist gemäss Communiqué vom Mittwoch hauptsächlich auf die schlechtere Konsumentenstimmung zurückzuführen. Die andere Faktoren, die zur Berechnung des Konsumindikators beigezogen werden, haben der tieferen Konsumlust aber etwas entgegengewirkt.
Neben dem Konsumentenstimmungsindex des Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) stützt sich der UBS-Konsumindikator auf den Index zur Geschäftslage im Detailhandel, die Autoverkaufszahlen, die Zahl der Hotelübernachtungen und getätigte Kreditkartenumsätze.
Mit 1,72 Punkten prognostiziert der Konsumindikator für den April ein deutlich stärkeres Wachstum des Privatkonsums, als die ebenfalls am Mittwoch veröffentlichten BIP-Zahlen des Seco es für das erste Quartal rapportieren. Gemäss der offiziellen Statistik ist der Privatkonsum im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent gestiegen.sda