
Anmeldungen für die Ernte 2027 sind weiterhin möglich.
Sibylle Ruch
Schweizer Raps ist bei den Verarbeitern ein gesuchtes Gut, schreibt der Schweizerische Getreideproduzentenverband (SGPV) in einer Mitteilung. Die Zielmenge liegt bei 106'050 Tonnen. Bisher konnten 86'000 Tonnen zugeteilt werden. Das sind 11'000 Tonnen mehr als Mitte Juni. Es gibt also weiterhin reichlich Potenzial.
Preise gestiegen
Der Verband verweist auch auf die «aktuellen Preise auf hohem Niveau». Der durchschnittliche Produzentenpreis liegt 2026 beim klassischen Raps bei 92,25 Fr./100 kg. Das sind 3,10 Franken mehr als im Vorjahr. Beim HOLL-Raps liegt der Preis bei 104,45 Franken, das sind 4,20 Franken mehr als im Vorjahr. Aufgrund der starken Nachfrage der Verarbeiter wurde die HOLL-Prämie gemäss SGPV auf 12 Franken erhöht.

Die Produzentenpreise steigen 2026 im Vergleich zum Vorjahr. Die Verarbeitungskosten und die produzentenseitigen Branchenbeiträge (1,025 Franken pro 100 Kilo) der Ernte 2026 blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Swiss Granum
-> Raps: Produzentenpreise steigen – reicht das aus?
Der Verband verweist aber auch auf die agronomischen Vorteile des Rapses: «Lange Bodenbedeckung, tiefe Durchwurzelung, frühe Ernte, Abwechslung in getreidelastigen Fruchtfolgen, gute Verwertung von Hofdünger, kaum Risiko zur Verschleppung von Erdmandelgras, kein Humusabbau und optimale Bedingungen für Weizen als Nachkultur.» Weiter sei durch das wärmer werdende Klima der Rapsanbau bis auf rund 800 Meter über Meer möglich, hält der SGPV fest.
Neue Saatgutbehandlung
Zudem ist ab diesem Herbst eine Saatgutbehandlung zur Bekämpfung von Rapsglanzkäfern im Herbst zugelassen. Zwar sei behandeltes Saatgut in diesem Jahr erst in begrenzten Mengen verfügbar. «Für die Aussaat 2027 wird es jedoch in grösserem Ausmass verfügbar sein», hält der SGPV fest.
Landwirtinnen und Landwirte, die in den kommenden Wochen noch Raps anbauen oder ihre Flächen erweitern möchten, können sich weiterhin bei Agrosolution anmelden.