Regionalprodukte: Mit neuer Strategie in die Zukunft

Regionalprodukte boomen. Im Jahr 2025 erzielten zertifizierte Produkte einen Umsatz von über zwei Milliarden Franken. Um die Dachmarke «regio.garantie» zu stärken und die Nachfrage weiter auszubauen, verabschiedet der Verein Schweizer Regionalprodukte eine neue Strategie.

pd/ome |

Regionalprodukte liegen weiterhin im Trend. Um diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben und das Absatzpotenzial konsequent zu nutzen, verabschiedete der Verein Schweizer Regionalprodukte (VSR) an seiner Mitgliederversammlung eine neue Strategie und definierte Unternehmensziele für die kommenden Jahre. Wie der Verein mitteilt, fokussiert sich die Strategie auf die Steigerung der Bekanntheit der Dachmarke «regio.garantie» in enger Verbindung mit den Regionalmarken sowie die gezielte Förderung der Nachfrage nach Regionalprodukten.

«Die Gunst der Stunde nutzen»

«Die Gespräche mit unseren Partnern – insbesondere mit den Detailhändlern – zeigen klar, dass Regionalprodukte einen hohen Stellenwert haben», betonte Urs Schneider, Präsident des VSR, in seiner Eröffnungsrede. Auch bei den Konsumentinnen und Konsumenten seien Regionalprodukte beliebt und stark nachgefragt. Schneider sprach deshalb von «der Gunst der Stunde», die es nun zu nutzen gelte. Dafür brauche es eine zukunftsgerichtete Strategie sowie aktualisierte Prozesse innerhalb des Vereins.

In Zusammenarbeit mit Agridea sowie den vier überregionalen Mitgliedorganisationen Alpinavera, «Das Beste der Region», Culinarium und «regio.garantie Romandie» erarbeitete der Vorstand eine Vision, eine Mission und konkrete Unternehmensziele. Die Mitgliederversammlung genehmigte die strategischen Grundlagen einstimmig. Nun beginnt die Umsetzungsphase. Nationale Kräfte sollen gebündelt und die Kooperation sowie Koordination mit den Regionalmarken weiter gestärkt werden.

Neuwahl im Vorstand

Neben den strategischen Beschlüssen standen auch personelle Veränderungen an. So wählte die Mitgliederversammlung Christof Gasser, Co-Geschäftsleiter des Trägervereins Culinarium, als neue Vertretung in den Vorstand des VSR. Er folgt auf Urs Bolliger. Dem Vorstand gehören weiterhin Jasmine Said Bucher (alpinavera), Hansjörg Thalmann («Das Beste der Region») und Francesca Martini (regio.garantie Romandie) an. Die Geschäftsführung liegt bei Gabriela Dörig-Eschler.

Regionalprodukte gewinnen weiter an Bedeutung

Seit seinen Anfängen stützt sich das bekannteste Regio-Label «Aus der Region. Für die Region.» der Migros auf die Richtlinien für Regionalmarken des VSR. Auch Coop baut die Linie «Miini Region» konsequent auf dem national anerkannten Standard aus. Weitere Marktteilnehmer, die sich an den Richtlinien für Regionalprodukte orientieren, sind Aldi Suisse mit «Saveurs Suisses», Dallmayr mit «Enjoy Local» sowie Lidl Schweiz mit der Linie «Klein, aber fein». Zusätzliche Impulse kämen auch von Manor und Mercanto im B2B-Bereich. Neben diesen Partnerschaften bleibe der Absatz über die Direktvermarktung, Märkte und Dorfläden ein zentraler Pfeiler.

«Dank den Partnerschaften und dem grossartigen Einsatz der 32 Regionalmarken konnte im Jahr 2025 der Umsatz aus zertifizierten Regionalprodukten regio.garantie auf über 2 Milliarden gesteigert und damit die regionale Wertschöpfung für Landwirtschafts- und Verarbeitungsbetriebe weiter erhöht werden», schreibt der VSR.

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