Aus Russland ist im vergangenen Wirtschaftsjahr (September 2020 bis August 2021) mit rund 1,38 Mio. t eine Rekordmenge an Sojabohnen exportiert worden, berichtet der landwirtschaftliche Analysen- und Informationsdienst APK-Inform.
Dieses Ergebnis habe das bisherige, 2019/20 verzeichnete Maximum um 4% übertroffen. Zum Exportzuwachs sei es trotz eines leichten Rückgangs der Sojaernte 2020 im Vergleich zum Vorjahr gekommen.
Der Grund dafür liege in einer höheren Nachfrage nach der Ölpflanze seitens China, das deren Bezug in der Berichtssaison um 38% auf gut 1,08 Mio. t aufgestockt habe . Dabei hätten die chinesischen Importeure die Verträge zum grössten Teil noch vor der Einführung des Exportzolls abgeschlossen.
Wie berichtet, wurden die Sojaausfuhren in Russland ab Februar 2021 mit einer Abgabe von 30%, aber nicht weniger als 165 Euro (176 Fr.) je t mit dem Ziel belegt, dem Preisanstieg bei den Ölpflanzen am inländischen Markt entgegenzuwirken. Ab Juli 2021 wurde der Zollsatz auf 20%, aber mindestens 100 USD/t (91 Fr.) gesenkt.
