
450’000 kg Schweinefleisch wurde exportiert.
Proviande
Suisseporcs teilt in einer Medienmitteilung mit: «Die massiven Preisabschläge in den KW 21 und 23 haben bei den Schweinehaltenden grosses Unverständnis und Wut ausgelöst.»
Talsohle erreicht
Dass der Schlachtschweinepreis in diesem Sommer sinken würde, sei bei den Mehrmengen gegenüber den Jahren 2024 und 2025 aufgrund der gestiegenen Einstallungen und Schlachtungen voraussehbar gewesen – aber laut Suisseporcs nicht in diesen noch nie da gewesenen Schritten. «Mit den aktuellen Marktentlastungsmassnahmen setzen wir uns dafür ein, dass beim Schlachtschweinepreis die Talsohle erreicht ist», erklärt Suisseporcs.
Von den 9,5 Mio. Franken, welche mit dem Entlastungsfonds von den Schweineproduzenten eingenommen wurden, sind bisher rund 4 Mio. Franken für den Export von Schweinefleisch eingesetzt worden. Das entspricht rund 10ʼ000 Schlachtschweinen, insgesamt rund 450’000 kg Schweinefleisch, welches so aus den Tiefkühllagern herausgenommen wurde.
Lebendexport
Weitere Mittel sind für den Export von Lebendtieren und Schlachthälften vorgesehen. Zudem ist 1 Mio. Franken zum Export von Lebendjagern zur Schlachtung in Deutschland vorgesehen, welcher in dieser Woche mit 900 Jagern gestartet ist. Weitere 5,5 Mio. Franken stehen für den Export von Schlachthälften nach Europa zur Verfügung. Aktuell geplant sei der Export von total 10’000 Jagern, 18’000 Schweinen in Hälften und 10’000 Inlandschlachtungen von Spanferkeln.
Langfristig sieht der Verband Handlungsbedarf. «Wenn wir keine Alternative zur Marktregulierung suchen, stehen wir in drei Jahren erneut vor einem Marktzusammenbruch», warnt Suisseporcs. Es werde angestrebt, an einem runden Tisch mit Einbezug aller Branchenakteure die nächsten Schritte festzulegen.