Verlust gestoppt: Schweizer Käse legt im Inland zu

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In der Schweiz ist Käse weiterhin häufig auf dem Teller. Der Pro-Kopf-Konsum ist 2022 im Vergleich zum Vorjahr zwar um 300 Gramm gesunken. Erfreulich ist aber: Der Schweizer Käse konnte die Verluste stoppen.

2022 wurden in der Schweiz insgesamt 204'000 Tonnen Käse konsumiert. Das ist in etwas dieselbe Menge wie 2021, wie die Schweizer Milchproduzenten mitteilen. Weil im vergangenen Jahr in der Schweiz die Bevölkerung um rund 110'000 Personen (+1,25%) gewachsen ist, hat der Käsekonsum abgenommen.

2022: Nur Frischkäse legt zu

2022 lag der Pro-Kopf-Konsum bei 22,9 Kilo, das sind 300 Gramm weniger als 2021. Wird der Pandemie-Effekt der Jahre 2020 und 2021 ausgeklammert, zeigt sich bezüglich Käsekonsum ein erfreuliches Bild. 2007 lag der Konsum noch bei 20,8 Kilo. In den vergangenen 15 Jahren gab es eine Steigerung von 10 Prozent.

2022 gab es bei den Käsesorten ein uneinheitliches Bild. Eine Zunahme hat nur die Kategorie Frischkäse und Quark erfahren. Jede Person in der Schweiz konsumierte davon im vergangenen Jahr im Durchschnitt 8.5 Kilo, davon 3.3 Kilo in Form von Mozzarella. Beim Hartkäse ist der Konsum von Le Gruyère AOP, Switzerland Swiss und Alpkäse im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Gemäss SMP wurden damit hat abnehmenden Mengen von anderen Hartkäsen weitgehend kompensiert. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt nun bei 3.79 Kilogramm. Mengenmässig am meisten verloren hat der Halbhartkäse. Hier ging der Konsum 2022 um 220 Gramm auf 6,42 Kilo zurück.

Vor allem Frischkäse und Halbhartkäse wurde in den vergangenen 15 Jahren deutlich mehr nachgefragt.
SMP

Veränderte Konsumgewohnheiten

Vergleicht man das Konsumverhalten in den vergangenen 15 Jahren, gibt es einige Veränderungen. Die Kategorie Frischkäse&Quark legte fast um 2 Kilo auf 8,5 Kilo zu. Hier haben vor allem ausländische Produkte Marktanteile gewonnen. Trotz leichtem Rückgang im 2022 ist der Halbhartkäse hoch in der Gunst der Konsumierenden.

Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg in den letzten 15 Jahren von 5.72 kg auf 6.42 kg, also um 700 Gramm pro Kopf. «Neben den Sortenhalbhartkäse Raclette Suisse, Raclette du Valais AOP, Appenzeller, Vacherin Fribourgeois AOP, Tilsiter und Tête de Moine AOP werden unterdessen sehr viele regionale Halbhartkäse angeboten», halten die SMP fest.

Verloren hat auch der Hartkäse. Hier ging der Konsum seit 2007 um 320 Gramm auf 3,79 Kilo zurück. Der Konsum bei Spezialitäten von Ziegen-, Schaf- und Büffelmilchkäse ist in den vergangenen 15 Jahren von 130 auf 200 Gramm pro Kopf (+54%) gestiegen.

Schweizer Käse kann Verluste stoppen

2007 kam es beim Käsemarkt zu einer Liberalisierung. Wie oben beschrieben, nahm der Pro-Kopf-Konsum von Käse in den vergangenen 15 Jahren zwar um 10 Prozent oder 2 Kilo zu. Doch hier haben vor allem ausländische Produkte profitiert. Lag der Marktanteil des Schweizer Käse 2007 noch bei 76,7 Prozent, so ist dieser bis 2021 auf 63 Prozent gesunken.

Schweizer Käse hat seit der Liberalisierung 2007 im Inland Marktanteile verloren. 2022 konnten die Verluste gestoppt werden.
SMP

2022 hingegen konnte der Schweizer Käse den Rückgang stoppen und wieder Marktanteile hinzugewinnen. Der Inlandanteil lag 2022 bei 64,3 Prozent. Damit nähert sich der Inlandanteil wieder den Werten vor der Pandemie an.

In den vergangenen 15 Jahren ist der Inlandanteil bei den Kategorien Frischkäse (-18.8%), Weichkäse (-11,7%) und Halbhartkäse (-9%) und Hartkäse (-8,6%) gesunken. Lediglich der Extra-Hartkäse (-1%) konnte den Marktanteil halten.

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