So viel verdienen Herr und Frau Schweizer

Die Ungleichheit bei der Einkommensverteilung in der Schweiz hat sich 2023 kaum verändert. Auch im europäischen Vergleich steht die Schweiz durchschnittlich da.

awp |

So stieg der Median des monatlich verfügbaren Äquivalenzeinkommens 2023 pro Person in der Schweiz auf 4332 von 4296 Franken an, wie einer am Donnerstag publizierten Erhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) zu entnehmen ist. Beim verfügbaren Äquivalenzeinkommen handelt es sich um das Einkommen nach staatlichen Transferleistungen wie Renten der AHV/IV und der beruflichen Vorsorge, Sozialleistungen und Taggelder.

Beim Primäreinkommen ohne Umverteilungen sank der Median leicht auf 5040 von 5118 Franken. Insgesamt verlaufe «die Entwicklung der beiden Einkommen weitgehend parallel», schreibt das BFS erklärend. Dies deute auf ein stabiles Umverteilungssystem hin.

Kein Anstieg der Ungleichheit

Auch die Ungleichheit der Einkommen in der Schweiz hat sich nicht verändert. Auf Basis des sogenannten Gini-Koeffizienten lag das Niveau der Ungleichheit beim verfügbaren Äquivalenzeinkommen unverändert bei 0,30. Der Koeffizient geht dabei von 0 für absolute Gleichheit bis 1 für absolute Ungleichheit.

Im europäischen Vergleich bewegt sich die Schweiz damit in etwa im Durchschnitt, wie Zahlen von Eurostat zeigen. Deutlich geringer ist die Ungleichheit in der Slowakei (0,22) und in Tschechien (0,24). Am anderen Ende des Spektrums finden sich die Türkei (0,45) und Bulgarien (0,38).

Die Reichsten verdienen fast 5 Mal mehr als die Ärmsten

Das BFS vergleicht zudem die Unterschiede zwischen den einkommensstärksten 20 Prozent und den einkommensschwächsten 20 Prozent. Das durchschnittliche Einkommen inklusive Transferleistungen der reichsten 20 Prozent war dabei 4,7-mal so hoch wie dasjenige der ärmsten 20 Prozent. Auch dies liegt in etwa im europäischen Mittel.

Das BFS führt die Erhebung seit 2012 regelmässig durch. Im Fokus stehen eigenen Angaben zufolge «Fragen zur Polarisierung der Einkommen, zur Einkommensungleichheit vor und nach staatlichen Transfers und zum Lebensstandard im internationalen Vergleich.»

Kommentare (1)

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  • IHC Freak | 25.01.2026

    Der Gender-Pay-Gap lässt sich fast vollständig bereinigen (wenn man will). Wenn man alles berücksichtigt, Teilzeitstellen usw. bleibt davon kaum etwas übrig. Aber es ist gewollt, dass sich die Bevölkerung sogar bis ins kleinste wie Mann und Frau spalten. Teile und herrsche.

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