Speiseöl, Zucker und Butter deutlich teurer

sda/blu |

Grundnahrungsmittel sind laut dem Vergleichsdienst Comparis im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um bis zu 20 Prozent teurer geworden. So kosteten etwa Margarine, Speisefette und -öle 19,9 Prozent mehr, Zucker schlug um 17 Prozent, Butter um 12,2 Prozent auf.

Milch, Käse und Eier kosteten im März im Vergleich zum Vorjahr 8,5 Prozent mehr, wie Comparis am Dienstag mit Bezug auf den Comparis-Konsumentenpreisindex mitteilte. Hohe Kosten für Energie, Futter- und Düngemittel sowie Ernteausfälle hätten für gestiegene Lebensmittelpreise gesorgt. Diese würden kaum rasch sinken, schreibt Comparis.

Treibstoff günstiger

Am stärksten sind laut dem Index die Preise für den Luftverkehr gestiegen, so um 9,8 Prozent (Februar: plus 28,8 Prozent). Konsumierende müssen auch mehr Geld für Pauschalreisen bezahlen – die Preise sind um 7,0 Prozent gestiegen (Februar: plus 8,0 Prozent). «Damit wurden Ferien den zweiten Monat in Folge teils auch saisonbedingt deutlich teurer», heisst es in der Mitteilung. Bereits im Februar sind im Vorjahresmonatsvergleich etwa die Kosten für den Luftverkehr um 45,8 Prozent gestiegen. «Der Kostentrend zeigt nach wie vor nach oben», sagt Comparis-Finanzexperte Dirk Renkert.

Die Treibstoffpreise sind laut Comparis im Vergleich zum letztjährigen März hingegen um 7,4 Prozent gesunken. Auch Gesundheitsleistungen kosteten 3,6 Prozent weniger, Telekommunikationspreise gaben um 3,4 Prozent nach. «Für die weiter steigenden Krankenkassenprämien sind primär die Mengen der versicherten Gesundheitsleistungen verantwortlich und nicht die Preise», sagt Renkert.

Höchste Teuerung bei kinderlosen Paaren ab 65 Jahren

Laut Comparis-Konsumentenpreisindex sind die Preise für Alltagsgüter im März 2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat insgesamt um 3,5 Prozent gestiegen. Die höchste Teuerung in den letzten 12 Monaten erlebten demnach kinderlose Paare ab 65 Jahren. Die gefühlte Teuerungsrate lag für sie bei 3,9 Prozent. Einpersonenhaushalte unter 65 Jahren fühlten die Teuerung hingegen am wenigsten.

Betrachtet man das Einkommen, hat sich das Leben im Vergleich zum Vorjahr für die höchste Einkommensklasse am stärksten verteuert. Der Konsumentenpreisindex ist für diese Klasse gemäss Compairs um 3,8 Prozent gestiegen. Im März lag die Teuerung bei 0,6 Prozent. Am schwächsten von der Teuerung betroffen war die mittlere bis hohe Einkommensklasse. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise für sie um 3,3 Prozent gestiegen. Im vergangenen Monat wurde der Konsum für die mittlere bis hohe Einkommensklasse um 0,4 Prozent teurer.

-> Wie sich die Preise entwickelt haben, gibt es hier

Schweiz ist eine Teuerungsinsel

Für das gesamte Jahr wird mit einer Inflation von rund 6,1 Prozent im Euroraum und 7 Prozent in der EU gerechnet. In der Schweiz geht die Schweizerische Nationalbank in ihrer geldpolitischen Beurteilung vom März von einer Teuerung in der Höhe von 2,6 Prozent für das laufende Jahr aus.

Der Comparis-Konsumentenpreisindex in Zusammenarbeit mit der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH bildet laut eigenen Angaben die gefühlte Inflation ab, indem er die Daten des Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) um Mieten und dauerhafte Güter wie Personenwagen und Möbel bereinigt. Der LIK misst Preisveränderungen anhand eines repräsentativen Warenkorbs von rund 1’050 Waren und Dienstleistungen.

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