Stabile Preise trotz Tönnies-Sperre

In Deutschland, dem EU-weit relevantesten Markt für Schlachtschweine, sorgt zurzeit die Sperre des grössten Schlachthofes in Rheda-Wiedenbrück von Tönnies für erhebliche Unruhe. Die Folgenabschätzung dieser Entwicklung bestimmt daher in Europa die Diskussion in der Branche.

In Deutschland, dem EU-weit relevantesten Markt für Schlachtschweine, sorgt zurzeit die Sperre des grössten Schlachthofes in Rheda-Wiedenbrück von Tönnies für erhebliche Unruhe. Die Folgenabschätzung dieser Entwicklung bestimmt daher in Europa die Diskussion in der Branche.

Preisstabilisierend wirkt momentan das saisontypisch unterdurchschnittliche Angebot an Schweinen. Der mediale Berichterstattung im Zusammenhang mit der Firma Tönnies ist insgesamt nicht förderlich für den Fleischkonsum, sodass aus Sicht der Marktpartner wünschenswert wäre, dass die Betriebssperre nicht länger als die avisierten zwei Wochen dauern wird. 

Manche Experten meinen, dass der Fall Tönnies seitens der Produktionskette Schweinefleisch zu verkraften wäre, wenn sich alle Marktpartner ruhig und besonnen verhalten. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) hat jedenfalls ihren Basispreis für Schlachtschweine gegenüber der Vorwoche unverändert belassen. Die südlichen EU-Länder Spanien, Italien und Frankreich setzen auf den beginnenden Sommertourismus, was auch die tendenziell festeren Preise in diesen Ländern widerspiegeln. 

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