Überhänge belasten Preisgefüge

Unverändert zäh gestaltet sich der Abbau des Überhanges an schlachtreifen Schweinen in Deutschland, welcher sich im Zuge der Tönnies-Betriebssperre vor zehn Wochen aufgestaut hat.

Unverändert zäh gestaltet sich der Abbau des Überhanges an schlachtreifen Schweinen in Deutschland, welcher sich im Zuge der Tönnies-Betriebssperre vor zehn Wochen aufgestaut hat.

Weil nach Wiederaufnahme der Schlachtung im genannten Betrieb nur mit verminderter Schlachtleistung gefahren werden kann, dürften mehr frische Schweine nachkommen als überständige weggeschlachtet werden können.

Fehlende Arbeitskräfte entlang der Zerlegebänder sind dem Vernehmen nach zurzeit ein aktivitätslimitierender Faktor. Das Bemühen des Lebendhandels, alternative Absatzkanäle zu finden, lässt der deutschen Preisentwicklung keine Luft nach oben. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) hat daher ihren Basispreis für Schlachtschweine erneut unverändert gegenüber der Vorwoche fortgeschrieben. 

Die Trägheit des deutschen Marktes beeinflusst inzwischen das Business am gesamten EU-Binnenmarkt. Ungebrochen gut läuft allerdings das Exportgeschäft mit China. Besonders Spanien konnte heuer davon profitieren und einen wesentlichen Teil des Verlustes durch den von der Corona-Krise geschwächten Sommertourismus kompensieren. 

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