Veloprofi entschuldigt sich bei IP-Suisse

In einem Dokumentarfilm über ihre krankheitsbedingte Radsportpause zeigte Marlene Reusser den ehemaligen Schweinestall auf dem elterlichen Betrieb in Hindelbank BE. Dabei machte sie eine falsche Aussage über IP-Suisse-Schweinemastbetriebe, für die sie sich nun entschuldigt.

clu |

«Gerne möchte ich meine Aussage zu unserer Schweinemast im kürzlich erschienenen SRF-Dok («Marlen Reusser – Über Gold, Pech und Leidenschaft») korrigieren: Unser Schweinefleisch wurde nicht unter dem Label IP-Suisse verkauft, wie irrtümlich von mir angenommen», eröffnet Marlen ihre Entschuldigung via Instagram-Post.

Reusser möchte sich bei IP-Suisse und den unter dem Label produzierenden Bauern und Bäuerinnen für den entstandenen Rufschaden entschuldigen. Dies auch deswegen, weil sie – ebenfalls in den sozialen Medien – von IP-Suisse auf die falschen Aussagen in der SRF-Dokumentation hingewiesen wurde. 

IP-Suisse schrieb: «Ihre [Reussers] Eltern waren zwar IP-Suisse-Mitglieder, hatten aber keinesfalls einen IP-Suisse-Schweinemastbetrieb.» IP-Suisse-Schweinemastbetriebe erfüllten strenge Standards, wie eingestreute Liegeflächen, permanenter Zugang zum Auslauf im Freien und fast doppelt so viel Fläche wie die Schweizer Standards und würden jährlich unangemeldet kontrolliert. Dazu postete die Labelorganisation ein Bild, wie ein IP-Suisse-Schweinemaststall aussieht.

Reussers Erklärung

Wie Reusser in ihrem Post erklärt, sei es zu einem Missverständnis ihrerseits gekommen. So sei der elterliche Betrieb insgesamt ein IP-Suisse-Betrieb gewesen. «Das Label war auf unserem Hof ausgestellt, und zweimal jährlich gab es angemeldete Kontrollen, welche bei uns als ‹IP-Kontrollen› bezeichnet wurden», schreibt der Veloprofi, der zurzeit an einem Post-Covid-Syndrom leidet und darum eine Pause vom Sport einlegen musste.

Da bei diesen Kontrollen ebenfalls der Schweinestall inspiziert wurde, sei es zum Missverständnis gekommen, was ihr leid tue.

«IP-Suisse ist ein Anfang»

Trotzdem, dass Reusser kein Fleisch isst, appelliert sie an die Fleischesser: «Es kommt auf das Mass und den Respekt bei der ‹Produktion› an. Und da wäre es bestimmt ein guter Anfang, würden wir alle wissen, was genau wir auf unseren Tellern liegen haben. Und da ist IP-Suisse bestimmt ein Anfang!»

Der Film gibt es unter diesem Link  anzusehen, wobei Marlene Reusser ihre Aussage bei Minuten 45:16 – 46:12 macht.

 

Kommentare (3)

Sortieren nach: Likes | Datum
  • Künzler Helmut | 12.10.2024
    Vielleicht sollte Frau Reusser mal IP-Suisse Fleisch essen, dann wird Sie wieder gesund und stark! Wünsche Ihr jedenfalls gute Besserung!
  • Student | 11.10.2024
    Wenn man schon so dekadent eine berufsgruppe und die schweizer schweinehaltung vor laufender kamera diffamiert sollte man sich schon vorher einwenig informieren. Als ärztin kann sie ja wohl lesen und sieht auf der fleischpackung bei ipsuisse mit auslauf ins freie...
    Auf dem tofu und sojaschnezel steht sieht man halt nicht wie all die regenwürmer und mäuse und käfer und schmetterlinge bei vollem bewusst sein von grossen landmaschinen für all die veganen produkte zermalmt werden, darum hört auf tofu zu essen, esst steine, falls nötig zerkleinert zu steinmehl,(guter mehlersatz, vegan)
    Steinmehl aus hiesiger jagd, garantiert ohne tierleid(wenn zu fuss transportiert sonst sicher mit dem pneu ein igel oder reh überfahren
    • Schweinebauer | 12.10.2024
      Dein Kommentar ist ja richtig unnötig. Als ob es einen Unterschied macht, ob man Getreide anbaut und erntet, oder eben ihr Soja welches Sie so hassen. So wie ich das verstehe aber nur, wenn es zu Tofi verarbeitet wird. Wenn das Soja im Tierfutter landet ist es bestimmt kein problem?
      Ich hoffe nur das Sie mit Ihrer Intelligenz kein Studium im bereich Landwirtschaft absolvieren.
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