«Versorgungssicherheit braucht starke Futtermittelbranche»

An der Generalversammlung der Vereinigung Schweizerischer Futtermittelfabrikanten wurde vor zu viel Bürokratie gewarnt und bessere Rahmenbedingungen gefordert. Insbesondere mit Blick auf geopolitische Risiken und neue Regulierungen wie Digiflux.

pd/ome |

Die Vereinigung Schweizerischer Futtermittelfabrikanten (VSF) betonte die zentrale Rolle der Futtermittelbranche für die Ernährungssicherheit der Schweiz. 

«Ernährungssicherheit beginnt auf dem Feld»

Der VSF-Präsident und Ständerat Damian Müller (FDP/LU) machte in seiner Ansprache deutlich, dass Ernährungssicherheit nicht erst im Ladenregal beginne, sondern «auf dem Feld, im Stall und in der Futtermühle». Angesichts geopolitischer Unsicherheiten und zunehmender Handelskonflikte benötigt die Schweiz eine leistungsfähige Landwirtschaft und wettbewerbsfähige Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, so die VSF.

Die tierische Produktion bilde mit rund 60 Prozent der landwirtschaftlichen Wertschöpfung eine zentrale Säule der Schweizer Landwirtschaft. Wer die Tierproduktion schwäche, stärke die Versorgungssicherheit nicht, sondern gefährde sie.

Die Mitglieder der VSF produzierten und verkauften im Jahr 2025 insgesamt 796’050 Tonnen Mischfutter, Eiweisskonzentrate und Futterzusätze. Damit lag der Umsatz um 2,2 Prozent über dem des Vorjahres. Für den gesamten Schweizer Markt – einschliesslich genossenschaftlicher und nicht organisierter Hersteller – schätzt die VSF ein Wachstum von rund 2,3 Prozent.

Kritik an Digiflux

Kritisch äusserte sich die VSF zur geplanten digitalen Meldeplattform Digiflux. Das System verursache einen erheblichen administrativen Mehraufwand, während zentrale Fragen zu Datenschutz, Haftung und Wettbewerbsneutralität ungeklärt seien. «Versorgungssicherheit entsteht nicht durch Datensammlungen, sondern durch Menschen, die investieren, produzieren und Verantwortung übernehmen», betonte der Präsident.

Die VSF fordert deshalb weniger Bürokratie und mehr unternehmerische Freiheit. Die Schweizer Futtermittelbranche erfülle bereits heute höchste Anforderungen in den Bereichen Qualität, Nachhaltigkeit und Innovation und leiste einen wichtigen Beitrag zu einer effizienten und ressourcenschonenden Lebensmittelproduktion. Der Verband kündigte an, sich auch künftig für verlässliche politische Rahmenbedingungen und eine starke einheimische Produktion einzusetzen.

Präsident und Vorstand wiedergewählt

Gemäss den Statuten standen im Rahmen der Generalversammlung die ordentlichen Wiederwahlen des Präsidenten, der Mitglieder des Vorstands sowie der Revisionsstelle auf der Traktandenliste. Alle zur Wiederwahl stehenden Personen und Gremien wurden von den anwesenden Mitgliedern einstimmig bestätigt.

×

Schreibe einen Kommentar

Kommentar ist erforderlich!

Google Captcha ist erforderlich!

You have reached the limit for comments!

Das Wetter heute in

Lesershop

Hier gehts zum Lesershop

Umfrage

Schaut Ihr Spiele der Fussball-WM?

9.2 % Nur die Spiele der Schweiz
13.8 % Einzelne Partien
10.1 % Ja, möglichst viele Spiele
0.9 % Nur den Final
66.1 % Nein, interessiert mich nicht

Teilnehmer insgesamt 109

Zur aktuellen Umfrage

Bekanntschaften

Suchen Sie Kollegen und Kolleginnen für Freizeit und Hobbies? Oder eine Lebenspartnerin oder einen Lebenspartner?