
Gusti auf dem Kühnihüttli ob Langnau im Emmental.
Ruedi Kläy
Wie jedes Jahr veröffentlicht die landwirtschaftliche Beratungszentrale Agridea Ende Sommer die neuen Richtpreise, die die Preiskommission für die Vertragsaufzucht festgelegt hat. Diese gelten jeweils für ein Jahr. Die Höhe der Monatspauschalen richtet sich nach der aktuellen Lage auf dem Milch-, Fleischund Nutzviehmarkt.
Als Berechnungsgrundlage dienen die Marktdaten des Vorjahres. So werden die Kälberpreise für künftige Milchkühe um 80 Franken im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Dies ist der diesjährigen Kälbermarktsituation geschuldet. Mutterkuhaufzuchtkälber werden gar um 95 Franken teurer gegenüber dem Vorjahr. Ebenfalls erhöht wird die Monatspauschale für Rinder mit frühem Erstkalbealter unter 24 Monaten oder bis 26 Monate. Bei diesen Rindern ist eine intensive Aufzucht nötig, daher erfolgt ein monatlicher Preisaufschlag von einem Franken.
Extensive Aufzucht wird günstiger
Günstiger wird dafür die extensive Aufzucht im Vergleich zum Vorjahr. So können Aufzuchtbetriebe für Rinder, die mit 30 Monaten oder später abkalben, neu weniger pro Monat verrechnen. «Im aktuellen Preisberechnungssystem werden die zum Zeitpunkt des Rückkaufs gültigen Preise verrechnet. In diesem System gibt es nur noch Richtpreise für die Pauschalvariante», schreibt Agridea.
-> Den Aufzuchtvertrag gibt es hier

Agridea hat die neuen Richtpreise für die Vertragsaufzucht veröffentlicht.
agridea
Aufzuchtvertrag
Der Aufzucht- und Rückkaufvertrag kann bei www.agridea.ch heruntergeladen oder als Papierversion bestellt werden.