
IP-Suisse-Präsident Andreas Stalder (l.) und Denner-Chef Torsten Friedrich wollen die Zusammenarbeit vertiefen.
Denner
«Der Käfer kommt zu Denner», lautete der Titel des «Schweizer Bauer» bei der Lancierung der ersten IP-Suisse-Produkte im Denner-Sortiment im August 2016. Der Start erfolgte in drei Wellen. Bis Ende 2016 wurden 30 Produkte ins Sortiment aufgenommen – von Fleisch- und Charcuterieprodukten über Milchprodukte bis hin zu Obst und Gemüse.
Käfer kommt an die Ladenfront
Denner sei schweizerisch und habe sich in den Gesprächen sehr glaubwürdig präsentiert, erklärte IP-Suisse-Präsident Andreas Stalder damals gegenüber schweizerbauer.ch. Man sei Denner dankbar. «Sie bringen den Käfer an die Front, direkt zum Kunden», sagte Stalder. Das sei auch ein Wunsch der IP-Suisse-Bauern gewesen, dass der Käfer auf den Produkten zu sehen sei.

Die ersten IP-Suisse-Produkte bei Denner im Jahr 2016.
Reto Blunier
«Das Potenzial an Nachhaltigkeitsprodukten in der Schweiz liegt bei rund 3 Mrd. Franken. Unser Ziel ist es, mit IP-Suisse-Produkten einen Marktanteil von 2 Prozent zu erzielen, also 60 Millionen», sagte der damalige Denner-Chef Mario Irminger. Heute ist Irminger Chef der Migros. Und bis heute hält er immer wieder fest, dass er die Partnerschaft zwischen IP-Suisse und Denner für vorbildlich hält.
Dreistelliger Millionenumsatz
«Wir werden keinen Schiffbruch erleiden», zeigte sich Irminger im August 2016 überzeugt. Er sollte recht behalten. Zehn Jahre später wurde das Sortiment an IP-Suisse-Produkten massiv vergrössert. Heute sind 270 dieser Label-Produkte in den Denner-Regalen. Seit dem Start wurden gemäss Mitteilung 300'000 Tonnen IP-Suisse-Produkte verkauft. 2023 verkaufte Denner erstmals 10 Millionen IP-Suisse-Produkte in einem Jahr. Und heute erzielt Denner jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag mit den Labelprodukten.
Und die Zusammenarbeit soll ausgebaut werden. «Wir hören nicht auf. Auch in den kommenden Jahren wollen wir gemeinsam innovative Lösungen entwickeln, um die Schweizer Landwirtschaft noch nachhaltiger zu gestalten», sagt Denner-Chef Torsten Friedrich. Dazu gehört ein Forschungsprogramm mit robusten Kartoffelsorten, eine grosse Umstellung im Bereich Milch sowie ein System zur Reduktion und Finanzierung von Treibhausgasen.
Umstellung bei UHT-Milch
Die Umstellung bei der Milch betrifft die UHT-Milch. «Die 1 Liter UHT-Milch, die bei Denner einen gewichtigen Anteil am Trinkmilchumsatz ausmacht, wird umgestellt», sagt Denner-Sprecher Thomas Kaderli zu schweizerbauer.ch. Das Milchdrink-Sortiment sei bereits heute zu 100% Labelmilch aus Schweizer Herkunft. «Neben dieser Milch finden unsere Kundinnen und Kunden auch IP-Suisse zertifizierter Käse, Butter, Joghurt oder Mozzarella im Sortiment», so Kaderli weiter. Der Anteil Schweizer Herkunft im gesamten Molkereisortiment beträgt laut Denner 90 Prozent.
Bei IP-Suisse zeigt man sich mit der Zusammenarbeit mit dem Discounter sehr zufrieden. «Nachhaltigkeit geht auch mit fairen Preisen für die Bäuerinnen und Bauern und erschwinglichen Angeboten für die Kundinnen und Kunden», sagte Präsident Andreas Stalder.
Kommentare (1)