Warum Migros-Tochter Elsa diesen Industriebetrieb verkauft 

Die Migros treibt ihren Konzernumbau weiter: Der zur Gruppe gehörende Industriebetrieb Elsa verkauft seine französische Tochtergesellschaft Idhéa an den französischen Kalte-Saucen-Hersteller Gyma.

awp |

Elsa will sich auf Milchprodukte und Käse in der Schweiz fokussieren, wie die Migros am Mittwoch mitteilte. Gyma übernehme die Produktionsstätte am Standort Hochfelden im Elsass sowie alle rund 150 Mitarbeitenden. Für die Belegschaft habe der Verkauf keine negativen Folgen, hiess es. «Gyma ist der ideale Partner für die zukünftige Entwicklung und den Erfolg dieses Geschäfts», sagt Elsa-Chef Matthew Robin zu diesem Verkauf.

Unbekannter Verkaufspreis

Das Verfahren befinde sich derzeit in der Abschlussphase, sagte ein Migros-Sprecher der Nachrichtenagentur AWP auf Anfrage. Weitere Einzelheiten würden bekannt gegeben, sobald der Abschluss bestätigt sei. Zum Verkaufspreis machte die Migros keine Angaben. «Wir geben keine Zahlen bekannt», sagte der Firmensprecher.

Die Migros-Tochter Elsa hatte die Mehrheit an Idhéa 2016 übernommen. Der Betrieb produziert kalte Saucen und Gewürze für Gastronomie, Industrie und Grosshandel im Schweizer und im europäischen Markt. Entstanden ist die Firma 2013 aus der Fusion zweier Unternehmen, La Case aux Épices und Saveurs et Sauces. Käuferin Gyma wurde 1992 gegründet und verfügt über drei Produktionsstätten in Frankreich und Deutschland. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben französischer Marktführer für kalte Saucen in Gastronomie und Industrie.

Saucen bleiben bei Migros erhältlich

Das Unternehmen beliefert weiterhin die Supermärkte der Migros. Die Positionierung der Migros im Saucenmarkt bleibe unverändert, das Sortiment werde weiterhin angeboten, teilte die Detailhändlerin mit. Ob ein langfristiger Liefer- oder Produktionsvertrag mit Gyma vereinbart wurde und über welche Laufzeit, dazu wollte die Migros keine Angaben machen.

Der Verkauf erfolgt im Rahmen der Anfang 2024 angekündigten Konzentration der Migros-Gruppe auf ihr Kerngeschäft. Unter dem neuen Chef Mario Irminger richtet sich die Migros neu aus und fokussiert sich auf den Detailhandel, Finanzdienstleistungen und die Gesundheit. Nicht mehr passende Bereiche wurden verkauft oder geschlossen – darunter Bike World, Do it + Garden, Melectronics, Micasa, OBI, SportX, Hotelplan, Mibelle, Misenso und Bestsmile.

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