
Der Richtpreis für Heu ist um 2 Franken pro 100 Kilo gestiegen.
Simone Furrer
Seit Monaten hat es in vielen Regionen der Schweiz viel zu wenig geregnet. Die Pflanzen haben das Wachstum eingestellt. Das hat massive Auswirkungen, auch im Futterbau.
Zwar fiel der erste Schnitt vielerorts noch zufriedenstellend aus, schreibt Bio Suisse. Doch die nächsten Schnitte brachten nur noch tiefe Erträge. Aufgrund des fehlenden Graswachstums mussten einige Landwirtinnen und Landwirte das Weiden aufgeben und stattdessen die Wintervorräte verfüttern. Entsprechend gross ist die Nachfrage nach Raufutter. «Zudem wird ein grosser Teil der Maisbestände voraussichtlich siliert, wodurch weniger Körnermais zur Verfügung stehen dürfte», so Bio Suisse weiter.
Das spiegelt sich nun in den Richtpreisen wider. Das Gleichgewicht sei jedoch bei den Verhandlungen im Zentrum gestanden. «Die Richtpreise sollen zum einen die ausserordentliche Marktsituation abbilden, zum anderen für die Tierhaltungsbetriebe langfristig tragbar bleiben», schreibt Bio Suisse.
Die Richtpreise für Heu und Emd wurden um 2.– Fr./dt auf 41 bis 45 Fr. (belüftet) respektive 33 bis 36 Fr. (bodengetrocknet) erhöht. Für Heu und Emd mit mehr als 50 Prozent Luzerneanteil, Ökoheu und Vollmaispflanzen beträgt die Erhöhung 1 Fr./dt. Die Preise für Grassilage steigen um 0,60 bis 1,00 Fr./dt, jene für Maissilage um 0,40 bis 0,50 Fr./dt. «Die Richtpreise dienen als Orientierung und verstehen sich als qualitätsabhängige Richtwerte», hält Bio Suisse fest.
Die Richtpreise für Stroh und Luzerneprodukte bleiben unverändert.

