
Beim Körnermais gibt es nun doch keine Einschränkungen.
Vijaya Narasimha
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der Flächen, die letztlich als Silomais geerntet werden, werde die Körnermaisernte tiefer ausfallen als erwartet, schreibt Bio Suisse am Mittwoch in einer Mitteilung. Im Frühling hat die Branche einen Rückbehalt von 10 Franken pro 100 kg Körnermais beschlossen. Grund dafür war die Überproduktion im vergangenen Jahr.

2025 ist die Erntemenge regelrecht in die Höhe geschossen.
Bio Suisse
Aufgrund der tieferen Ernteerwartungen entfällt der Rückbehalt, ebenso die Vermarktungseinschränkung für Umstellware. «Für Knospe- und Umstellkörnermais gilt damit der volle Richtpreis von 82 Fr./dt», hält Bio Suisse fest. Die Lagerbestände aus der Ernte 2025 dürften den Bedarf bis Dezember decken, heisst es weiter. Im September wird die Situation anhand einer ersten Schätzung der Erntemengen 2026 neu beurteilt. Die Vermarktungseinschränkung für Importware bleibt vorerst bestehen.
2025 wurde mit 21'400 Tonnen so viel Bio-Körnermais wie noch nie geerntet, 45 Prozent mehr als im Vorjahr. «Der Bedarf liegt mehr als 10 Prozent über dem Jahresbedarf der Mischfutterhersteller», teilte Bio Suisse im April mit. Die Lagerung der Übermengen stelle eine Herausforderung für die Branche dar. Bio Suisse rief die Produzentinnen und Produzenten auf, die Körnermaisproduktion zu drosseln. Mit dieser Massnahme sollte eine Überproduktion verhindert werden.