Das am Montag veröffentlichte MARS (Monitoring Agricultural Ressources)-Bulletin des Wissenschaftlichen Diensts der Europäischen Kommission (JRC Joint Research Center) revidiert wegen anhaltender Hitze und Dürre in grossen Teilen Europas die Erwartungen an die Herbsternten deutlich nach unten.
Demnach sinken gegenüber Juni die Schätzungen für die Hektarerträge in der EU von Mais um 7,9% auf einen Wert von 7,8% unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre, die für Sonnenblumen um 8,0% auf 6,7% unter das Fünfjahresmittel und die für Sojabohnen um 9,0% auf nunmehr 5,7% weniger als der Schnitt.
Weitere moderatere Senkungen auf knapp unterdurchschnittliche Mengen nimmt das Bulletin an den Ertragsschätzungen für die im Sommer geernteten Kulturen wie Weizen und Gerste vor.
Am stärksten von der Verschlechterung der Ertragslage sind die zuvor schon von lang anhaltenden Niederschlagsdefiziten betroffenen Regionen Spanien, Südfrankreich, Mittel- und Oberitalien, das Zentrum Deutschlands, der Norden Rumäniens, Ostungarn sowie die westliche und zentrale Ukraine.
In der EU sollen die Flächenerträge von Mais heuer um 8,3% hinter das Vorjahresergebnis zurückfallen, die von Sonnenblumen um 8,4% und die der Sojabohnen um 3,6%. Bessere Bedingungen herrschten im abgelaufenen Monat in Irland, Skandinavien und im Baltikum.
