
Deutsche Zuckerrüben können nicht verarbeitet werden. (Symbolbild)
Heinz Röthlisberger
Gemäss «Agrarheute» liefern Betriebe im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren einen Teil ihrer Zuckerrüben zur Verarbeitung in die Schweiz. Normalerweise würden die Rüben ab Lalendorf bei Teterow per Bahn Richtung Süden transportiert.
Weil die Schweizer Anlage jedoch ausgefallen war, kam der Abtransport aktuell zum Stillstand, und es haben sich bereits Zehntausende Tonnen Zuckerrüben an Feldrändern angestaut, wie «Agrarheute» schreibt. Dadurch steigt das Risiko von Qualitätsverlusten: Rüben, die zu lange im Boden bleiben oder offen lagern, verlieren an Zuckergehalt und werden anfälliger für Schäden. Einige Flächen seien deshalb noch gar nicht gerodet worden.
Bis der Betrieb in der Zuckerfabrik in Frauenfeld wieder aufgenommen werden könne, rücke nun Nordzucker, ein deutscher Zuckerproduzent, als mögliche Lösung in den Fokus: In den Werken werden die Rüben der Region üblicherweise bis Mitte Januar verarbeitet, danach endet die Kampagne, weil sich Rüben nicht beliebig lange lagern lassen. Betroffene Landwirte fordern laut «Agrarheute» deshalb, dass Nordzucker die Verarbeitung ausnahmsweise verlängert, damit die liegen gebliebene Ernte noch verarbeitet werden kann. Eine Entscheidung dazu stehe jedoch bisher aus.
Wie andere Umstände plötzlich ein anderes Licht aufleuchten lassen....
Frauenfeld stellt sowohl Schweizer Zucker als auch EU-Zucker her.
Also vorsichtig sein mit Vermutungen