
Auf einer Hektare wachsen bis zu 90’000 Pflanzen.
Josef Meier
Während mehrerer Jahre nahm die Rübenfläche stetig ab. Der Grund: Weil der Zuckerpreis in der EU ab 2015 einbrach, sank auch der Zuckerpreis in der Schweiz stark. 2022 wurde mit 15’900 Hektaren ein Tiefpunkt erreicht.
In den vergangenen Jahren hat die Branche die Rübenpreise deutlich angehoben. Das wirkte sich positiv auf die Anbaufläche aus. 2023 stieg die Anbaufläche auf 16’400 Hektaren, 2024 auf 16’700 Hektaren. 2025 erhöhte sich die Fläche auf rund 17’500 Hektaren. 2026 wurde nun die 18’000-Hektaren-Marke überschritten, wie Schweizer Zucker in einer Mitteilung schreibt. Letztmals wurde dieser Wert im Jahr 2018 überschritten.
Schweizer Zucker zeigt sich über die Zunahme erfreut. «Dieser Trend hilft, den Swissness-Selbstversorgungsgrad von Schweizer Zucker weiter zu erhöhen. In absehbarer Zeit könnte die 50-Prozent-Marke wieder überschritten werden», heisst es weiter. Das ist für die Branche wichtig. Um Produkte als schweizerisch zu deklarieren, müssen in den Produkten derzeit nur 40 statt wie früher 80 Prozent Schweizer Zucker eingesetzt werden. Grundlage für die Berechnung ist ein Dreijahresmittel. Seit 2022 liegt der Selbstversorgungsgrad zwischen 45 und 47 Prozent.
Das angestrebte Ziel von Schweizer Zucker ist weiterhin eine Anbaufläche von 20’000 Hektaren. Diese ermögliche es, die beiden Fabriken in Frauenfeld TG und Aarberg BE «effizient mit einheimischen Rüben zu versorgen und auf Importe zu verzichten». «Es ist weiterhin möglich, Anbauverträge zu zeichnen», schreibt Schweizer Zucker.
Zuckerrübe
Auf einer Hektare wachsen bis zu 90’000 Pflanzen, woraus 10’000 bis 15’000 kg Zucker gewonnen werden. Das Anbaugebiet erstreckt sich vom Genfersee über den Jura, das Mittelland und die Zentralschweiz bis ins Rheintal. Von der Aussaat erfolgt Mitte März, die Ernte beginnt Ende September.