Die Schweizer Zucker AG (SZU) rechnet dieses Jahr damit, rund 220'000 Tonnen Zucker zu produzieren. Etwa 90 Prozent davon aus Schweizer Rüben. Das reicht nicht, um die Nachfrage zu decken.
Der Gesamtbedarf der Schweiz dürfte wegen Covid-19 auf etwa 300'000 Tonnen sinken, sagt Guido Stäger, CEO der Schweizer Zucker AG, gegenüber dem LID.
Selbstversorgungsgrad von noch 60 Prozent
«Der Selbstversorgungsgrad mit Schweizer Zucker sinkt also gegen 60 Prozent, es müssen über 100'000 Tonnen EU-Zucker importiert werden», sagt Stäger.
Ein Grund für den sinkenden Selbstversorgungsgrad ist die durch Blattläuse verbreitete Viröse Vergilbung, die in den westlichen Anbaugebieten grosse Ertragsausfälle mit sich bringt. Und die kleineren Rüben sorgen auch bei der Verarbeitung für Probleme: Wegen angepassten Rollenabständen der Reinigungsanlagen bei Ernte- und Verlademaschinen landen mehr Steine in der Fabrik. Dort werden die Schneidemaschinen durch die Steine beschädigt. «Wir müssen aber das beste aus der Situation machen, denn wir brauchen den Zucker», sagt Stäger.
Bauern überzeugen
Er will viele Pflanzerinnen und Pflanzer davon überzeugen, nächstes Jahr Rüben anzubauen: «Wir werden in den nächsten Wochen intensiv mit den Pflanzern kommunizieren, um ihnen die Chancen des Ansatzes neuer Wirkstoffe und dem Blattlausmonitoring zu erklären. Damit hoffen wir, viele von ihnen zu überzeugen, auch 2021 wieder Rüben anzubauen. Die Kunden wollen Schweizer Zucker und die Preise sind unterdessen auch deutlich besser.»

Momentan keine Verträge unterschreiben und auf bessere Bedingungen warten, Punkt.
Ja, es wäre einfach die Rübenproduzenten bei der Stange zu halten: Einfach die unsinnige Rübenpreisreduktion für 2021 rückgängig machen. SVZ und SZU haben es vorgezogen die Ostschweizer Pflanzer, die Rüben mit viel Zucker produzieren abzustrafen und zu verärgern! Fazit: Ohne Anhebung des Rübenpreises mindestens auf die Basis von 2020 - kein Vertrag für 2021!
Aus diesem Grund sind auch Bührer, Hürlimann Wil, Vevey usw. verschwunden. Dies, weil wir Bauern die Gesetze des Marktes sehr gut kennen.....
Überlebenswichtige Güter brauchen Schutz und dürfen nicht nur aufgrund von "Marktmechanismen" produziert werden.
Vor der Globalisierung und als Zucker noch ein Luxusprodukt war, war die CH-Produktion absolut sinnvoll.
Die Zeiten ändern sich: fertig mit Grenzschutz und hohlen Diskussionen über Selbstversorgungsgrad!!
Bitte keine Weltuntergansstimmung sondern Chancen für Veränderung und mehr Ökologie nutzen!!
Globalisierung hat im Übrigen nichts mit Ökologie zu tun sondern viel mehr mit: wie werden die Reichen noch reicher...