Miese Erntebedingungen: Soja wird teurer

aiz |

Trockenheit und Regenfälle während der beginnenden Sojaernte in Brasilien lassen die weltweiten Preise für Futtermittel mit Sojaeiweiss steigen. Donau Soja plädiert für Ausweitung der Produktion in Europa.

«Die Ausweitung der Sojaanbauflächen in Europa wäre ein wichtiger Beitrag zur Sicherung und Stärkung der Landwirtschaft auf dem Kontinent, weil die Resilienz erhöht und die Abhängigkeit vom amerikanischen Markt verringert wird», empfiehlt Matthias Krön, Obmann von Donau Soja.

Zudem leiste die Ausweitung des Sojaanbaus in Europa einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. «Denn so kann die Zerstörung weiterer Wälder und Naturflächen in Südamerika eingebremst werden», erklärt Krön.

Aber nicht nur den Klimawandel oder Naturkatastrophen nennt der Obmann von Donau Soja als herausfordernde Faktoren, auch bi- und multilaterale Krisen und Konflikte zwischen Staaten oder die Verschiebung des geopolitischen Gleichgewichts könnten Europas Futtermittel- und Tierhalterindustrie in Schwierigkeiten bringen.

Denkbar wären Seeblockaden, pandemiebedingte Unterbrechungen der Lieferketten aus Ländern mit neuen Coronavirus-Mutationen oder andere Ursachen, die die EU von den Sojaernten in Südamerika und den USA abschneiden könnte. «Die Auswirkungen für die Eiweissversorgung der europäischen Bevölkerung wären dramatisch», so Krön.

Derzeit wird in der EU nur auf 1% der Landwirtschaftsfläche Soja angebaut. In Brasilien und Paraguay sind es bis zu 60% der Gesamtackerflächen. 

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